2. Präventionswochen SÜW "Miteinander - Gegeneinander? Gegen Gewalt - Für Toleranz!“
Kreisjugendamt greift aktuelle Diskussionen zur Gewalt in der Gesellschaft auf
Die Schlagzeilen in den Nachrichten, in denen über schlagende Schüler in Schulhöfen, Übergriffe auf Ausländer oder Gewaltbereitschaft von Jugendlichen im Freizeitbereich berichtet werden, reißen nicht ab.
Daher entschloss sich das Kreisjugendamt Südliche Weinstraße, unter der Schirmherrschaft des 1. Kreisbeigeordneten Nicolai Schenk, zusammen mit allen Jugendpflegern aus den Verbandsgemeinden, den Jugendzentren im Landkreis und der Stadt Landau, sowie den Schulsozialarbeitern die 2. Präventionswochen unter dem Motto „Miteinander ↔ Gegeneinander? Gegen Gewalt – Für Toleranz!“ durchzuführen. In der Zeit vom 30. Oktober bis zum 11. November 2006 finden in allen Verbandsgemeinden des Landkreises unterschiedliche Veranstaltungen wie z. B. Gewaltpräventionstrainings, Filmvorführungen, Workshops und ein großes Abschlusskonzert statt.
Nachdem letztes Jahr das Thema „Alkoholmissbrauch“ unter Jugendlichen behandelt wurde, werden sich dieses Jahr die Verantwortlichen in der Jugendarbeit mit dem Thema „Gewalt und Toleranz“ konzentriert während den Präventionswochen auseinandersetzen.
Zu Beginn der Präventionswochen bietet beispielsweise das Kreisjugendamt zusammen mit dem Karate Do Verein Landau und den Polizeidirektionen Landau und Germersheim ein Gewaltpräventions- und Kommunikationstraining für Jugendliche an.
Außerdem werden zum Motto der 2. Präventionswochen zahlreiche Filmvorführungen in den Verbandsgemeinden stattfinden, bei denen man Filme wie „Napola“, „Sophie Scholl“, „Zur Ehe gezwungen – Frauen fliehen aus ihren Familien“ gezeigt und im Anschluss diskutiert werden.
Des weiteren gibt es Seminare, die sich mit der Stärkung des Selbstbewusstseins auseinandersetzen, sowie Kurse und Trainings zur Selbstbehauptung und Konfliktlösung.
Auch die Vernetzung mit Schulen ist ein wichtiger Bestandteil der Präventionswochen, so dass z. B. ein Marionettentheater in der Grundschule Edenkoben gastiert, das in kindgerechter Art das Thema Gewalt und Gewaltvorbeugung aufgreift. Ein Vortragsabend mit dem ehemaligen Bundesminister Dr. Heiner Geißler, der über sein Buch „Intoleranz – Vom Unglück unserer Zeit“ im Jugendzentrum Herxheim referiert, dürfte sowohl für ältere Jugendliche als auch für Erwachsene eine interessante Veranstaltung sein.
Highlight der 2. Präventionswochen wird die Abschlussveranstaltung „VIOLENCE`S OUT PARTY“ am 11. November 2006 in Gossersweiler-Stein sein. In der Berglandhalle werden ab 20 Uhr die Bands Fruit Midgets und Deafen Goblins ihren Beitrag dazu leisten, um im positiven Sinn Energien auf das junge Publikum frei werden zu lassen und dabei zu zeigen, dass man Partys auch ohne Gewalt feiern kann. Diese Abschlussveranstaltung und das Konzert steht unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsident Kurt Beck und wird finanziert durch die VR Bank Südliche Weinstraße. „Durch unsere regionale Verwurzelung an der Südlichen Weinstraße übernehmen wir auch gerne Verantwortung. Unser Institut sieht in den Präventionswochen eine reale Chance Jugendlichen ohne den mahnenden Zeigefinger deutlich zu machen, dass Toleranz in der Gesellschaft Basis eines friedlichen Miteinanders ist“, so Vorstand der VR Band Südliche Weinstraße Ludwig Merkel.
Neben dem Kreisjugendamt werden die 2. Präventionswochen auch durch das neu gegründete Jugendaktionsbündnis Südliche Weinstraße unterstützt, das durch den Jugenddezernenten Nicolai Schenk initiiert wurde. 1. Kreisbeigeordneter und Jugenddezernent Nicolai Schenk verdeutlicht, dass das Kreisjugendamt Südliche Weinstraße konsequent an seinem Präventionskonzept festhalten werde. „Wir können froh sein, dass in unserem Landkreis hervorragende Jugendarbeit geleistet wird; das faire und offene Arbeiten mit den Jugendlichen und Kindern hat Früchte getragen. Aber man könne sich auch bei uns den gesellschaftlichen Entwicklungen in der Gesellschaft nicht entziehen, und investiere daher von vornherein durch die Präventionsarbeit in die Zukunft“, so Schenk weiter.


