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Referat Landwirtschaft und Weinbau

25.09.2020

Ausnahmegenehmigung zur Futternutzung von Zwischenfrüchten und Untersaaten auf ökologischen Vorrangflächen

Aufgrund der anhaltenden Dürre der vergangenen Jahre und der damit verbundenen Futterknappheit wird für das Jahr 2020 Folgendes bestimmt:

Ab sofort dürfen in Rheinland-Pfalz alle Zwischenfrüchte und Untersaaten, die nach Artikel 46 Absatz 2 Buchstabe i der Verordnung (EU) Nr. 1307/2013 in Verbindung mit § 31 Absatz 2 der Direktzahlungen-Durchführungsverordnung als im Umweltinteresse genutzte Flächen bei den Direktzahlungen ausgewiesen wurden, durch Beweidung mit Tieren oder durch Schnittnutzung zu Futterzwecken genutzt werden. Die Zwischenfrüchte und Untersaaten sind auch bei einer Futternutzung bis einschließlich 14. Januar 2021 auf der Fläche zu belassen.

Die Voraussetzungen für die Futternutzung der genannten Zwischenfrüchte und Untersaaten wurden mit der Dritten Verordnung zur Änderung der Direktzahlungen-Durchführungsverordnung und der Agrarzahlungen-Verpflichtungenverordnung vom 18. September 2020 geschaffen; die Verordnung wurde am 24.09.2020 veröffentlicht und ist am 25.09.2020 in Kraft getreten.

Aus gegebenem Anlass wird darauf hingewiesen, dass die Aussaat der Zwischenfrüchte weiterhin fristgerecht erfolgen muss, da die Flächen ansonsten nicht als ökologische Vorrangflächen anerkannt werden können. Hierzu wird es keine Ausnahmegenehmigung geben. Wenn nach der Aussaat "nichts aufgeht" kann ggf. auf "höhere Gewalt" geprüft werden. In diesen Fällen ist die Aussaat durch den Landwirt nachzuweisen und die Fläche bis einschließlich 14. Januar 2021 "liegen zu lassen".

Bei weitergehenden Fragen steht Ihnen Herr Kieffer, Telefon 06341/940370, Mail, zur Verfügung.

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