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Gemeindeschwestern plus

18.02.2019

Informationen zum Projekt Gemeindeschwester plus im Landkreis SÜW

Mit dem Projekt Gemeindeschwesterplus fördert das Land Rheinland-Pfalz ein ganz konkretes Angebot für hochbetagte Menschen, die noch keine Pflege brauchen, aber in ihrem aktuellen Lebensabschnitt gern Unterstützung und Informationen annehmen möchten. Die Pflegefachkräfte im Projekt Gemeindeschwesterplus sind an den regionalen Pflegestützpunkt angegliedert und werden die Menschen auf Wunsch zuhause individuell beraten: Zum Beispiel darüber, welche Angebote und sozialen Kontakte zur Stärkung der Selbständigkeit vor Ort genutzt und welche präventiven Vorkehrungen getroffen werden können, um Pflegebedürftigkeit möglichst lange zu vermeiden. Ziel ist, die Selbstständigkeit älterer Menschen in Rheinland-Pfalz möglichst lange zu erhalten.


Projekt Gemeindeschwesterplus wird fortgeführt

Das Modellprojekt „Gemeindeschwesterplus“ des Landes Rheinland-Pfalz, das in sechs Landkreisen und drei kreisfreien Städten in Rheinland-Pfalz von 2015 bis 2018 durchgeführt wurde, wird für die Jahre 2019 und 2020 fortgeführt. Der Landkreis Südliche Weinstraße nimmt weiterhin am Landesprojekt teil.
„Während der ersten Projektphase von 2015 bis 2018 haben wir erkannt, dass präventive aufsuchende Arbeit, die die Gemeindeschwesternplus im Landkreis Südliche Weinstraße leisten, ein wunderbarer Beitrag zur Unterstützung selbstständiger Lebensführung im Alter ist“, so Landrat Dietmar Seefeldt.
Die Gemeindeschwesterplus Patricia Niederer ist seit Projektbeginn für den Landkreis aktiv. Seit 1. Februar wird sie von Ute Wingerter unterstützt, die die Nachfolge von Bianca Schard angetreten hat. Ute Wingerter bringt Berufserfahrung im ambulanten und stationären pflegerischen Bereich mit, darüber hinaus hat sie eine Fortbildung in der Pflegeberatung und im Case Management gemacht und bringt ihr Wissen und ihre Erfahrung nun als Gemeindeschwesterplus ein. Die 56-Jährige hat ihr Büro bei der Ökumenischen Sozialstation Annweiler-Bad Bergzabern am Standort Bad Bergzabern. Die dritte im Bunde ist Barbara Bouché; sie ist zuständig für die Verbandsgemeinde Landau-Land und die Stadt Landau.

„Wir freuen uns sehr, dass Frau Wingerter für die Aufgabe der Gemeindeschwester plus im Landkreis Südliche Weinstraße gewonnen werden konnte“, freut sich Landrat Dietmar Seefeldt. „Die Gemeindeschwesternplus berichten im Seniorenbeirat regelmäßig über ihre Aufgaben und bringen sich aktiv in die Arbeit des Seniorenbeirats, unter anderem in den verschiedenen Arbeitsgruppen, ein.“
Der Seniorenbeirat hatte sich mehrfach für die Fortführung des Projekts der Gemeindeschwestern plus ausgesprochen, zuletzt in der im Februar des Jahres 2018 verabschiedeten Resolution zum Erhalt der Gemeindeschwestern plus im Landkreis Südliche Weinstraße.

Die Arbeit der Gemeindeschwesternplus ist darauf gerichtet, hochbetagte Menschen, die noch nicht pflegebedürftig sind, zuhause auf Wunsch kostenfrei zu beraten, um deren Selbstständigkeit zu stärken und möglichst lange zu erhalten.
„Mit dem Angebot der Gemeindeschwesternplus soll zur Stabilisierung der Lebenssituation älterer Menschen beigetragen werden; wir möchten eine eventuelle Pflegebedürftigkeit hinauszögern. Die Gemeindeschwesternplus helfen den älteren Mitbürgerinnen und Mitbürgern dabei, am gesellschaftlichen Leben weiter teilzuhaben“, betont der Kreischef und appelliert an alle Senioren, sich über das Angebot zu informieren: „Vor allem dann, wenn ältere Menschen noch keine Pflege brauchen und keine Leistungen der Pflegeversicherung erhalten, aber Beratung und Unterstützung in ihrem aktuellen Lebensabschnitt wünschen, ist das Angebot wichtig und sinnvoll“, so Seefeldt.

Erreichbar sind die Gemeindeschwesternplus wie folgt: 

  • Für die Verbandsgemeinden Edenkoben, Herxheim und Offenbach:
    Patricia Niederer, Telefon 07276-989050 oder mobil: 0176-11989077 sowie E-Mail
  • Für die Verbandsgemeinden Annweiler und Bad Bergzabern:
    Ute Wingerter, Telefon 06343-98989934 oder mobil: 0176-11929250 sowie E-Mail
  • Für die Verbandsgemeinde Landau-Land und die Stadt Landau:
    Barbara Bouché, Telefon 0159-04020788 oder E-Mail

Notfalldose-wichtige Information

Vor einiger Zeit wurde im Kreis Südliche Weinstraße die Notfalldose eingeführt. Diese soll im Notfall ermöglichen, dass die Retter schnellstmöglich Zugriff zu den erforderlichen Daten haben und keine wertvolle Zeit durch Suchen in der Wohnung verloren geht. Durch die Notfalldose ist dies gewährleistet, da sie an einem Ort, den es praktisch in jedem Haushalt gibt, aufbewahrt werden soll: in der Innenseite der Kühlschranktür. Mit den beiliegenden Aufklebern, die an der Innenseite der Haus- oder Wohnungstür und auf der Kühlschranktür angebracht werden, wissen die Retter, dass es im Haushalt eine solche Dose gibt.
Einen Kühlschrank findet man in nahezu jeder Wohnung. Nach diesem Prinzip sind alle wesentlichen Daten für die Retter im Notfall der betroffenen Person hinterlegt. Auf dem sogenannten Notfall-Infoblatt stehen Informationen zu möglichen Vorerkrankungen, zu Medikamenten, Unverträglichkeiten und Allergien, Kontakte zum Hausarzt und zum ambulanten Pflegedienst, Hinweise auf Patientenverfügung, Organspenderausweis und vor allem: Wer soll im Notfall kontaktiert werden?


Das System funktioniert aber nur dann, wenn das Informationsblatt ausgefüllt ist und die Daten in der Dose aktuell sind. Änderungen sollten zeitnah vorgenommen werden. Da sich erfahrungsgemäß Medikamente häufiger ändern, sollten diese nicht auf dem Informationsblatt aufgeführt, sondern durch einen ausgedruckten Medikamentenplan ihres Arztes beigefügt werden. Wenn die Notfalldose schon länger angelegt wurde, wäre es jetzt an der Zeit, Ihre Daten zu überprüfen.


Falls Sie Fragen haben, oder nicht alleine zurechtkommen, können Sie sich gerne an die Gemeindeschwester plus in ihrem Einzugsbereich wenden.


Barbara Bouché
Ökumenische Sozialstation Landau e.V.
Max-Planck-Straße 1
76829 Landau
Mobil: 01590  4020788
E-Mail

Patricia Niederer
Ökumenische Sozialstation Edenkoben-Herxheim-Offenbach e.V.
Käsgasse 15 76863 Herxheim
Telefon 07276   989050
Mobil: 0176  11989077
E-Mail

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