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Gemeindeschwestern plus

10.07.2017

Informationen zum Projekt Gemeindeschwester plus im Landkreis SÜW

Mit dem Projekt Gemeindeschwesterplus fördert das Land Rheinland-Pfalz ein ganz konkretes Angebot für hochbetagte Menschen, die noch keine Pflege brauchen, aber in ihrem aktuellen Lebensabschnitt gern Unterstützung und Informationen annehmen möchten. Die Pflegefachkräfte im Projekt Gemeindeschwesterplus sind an den regionalen Pflegestützpunkt angegliedert und werden die Menschen auf Wunsch zuhause individuell beraten: Zum Beispiel darüber, welche Angebote und sozialen Kontakte zur Stärkung der Selbständigkeit vor Ort genutzt und welche präventiven Vorkehrungen getroffen werden können, um Pflegebedürftigkeit möglichst lange zu vermeiden. Ziel ist, die Selbstständigkeit älterer Menschen in Rheinland-Pfalz möglichst lange zu erhalten.

Zum Flyer und den Kontaktdaten

Die Gemeindeschwestern plus empfehlen...

Gemeindeschwester plus Bianca Schard umgezogen

Gemeindeschwester plus Bianca Schard bezieht Büro im „Haus am Schloss“

Seit etwa eineinhalb Jahren gibt es nun schon das durch die Landesregierung ins Leben gerufene Modellprojekt Gemeindeschwester plus. Es richtet sich an Menschen ab 80 Jahren ohne Pflegegrade, die Beratung und Unterstützung wünschen, um auch in der Zukunft ihren Alltag selbstbestimmt in den eigenen vier Wänden meistern zu können.

Im Landkreis Südliche Weinstraße betreut die Gemeindeschwester plus Bianca Schard die Verbandsgemeinden Annweiler und Bad Bergzabern.

Sie nimmt sich Zeit und hat ein offenes Ohr für die Anliegen der Seniorinnen und Senioren, deren Sorgen und Nöte. Dazu besucht sie die Bürger zu Hause oder steht telefonisch zur Verfügung. Sie schaut, wo die Bedarfe liegen, berät über Hilfsangebote und stellt dann auf Wunsch entsprechende Kontakte her. Der Service ist kostenlos und erfolgt nur auf Wunsch. Zu Hause lässt sich am besten feststellen, wo der Bedarf liegt und wie sich benötigte Hilfe organisieren lässt. Dies kann zum Bespiel sein: Vermittlung von Hilfe im Haushalt, Essen auf Rädern, Fahrdienste, Hausnotruf, Besuchsdienste und anderes. Sie selbst führt keine pflegerischen Tätigkeiten aus, vermittelt bei Fragen rund um das Thema Pflege aber an zuständige Ansprechpartner.

Kontakt zu ihr kann durch die Seniorinnen und Senioren selbst oder durch Angehörige, Hausärzte, Nachbarn oder andere Vertrauenspersonen hergestellt werden.

Seit November 2016 hat Bianca Schard ihr Büro im „Haus am Schloss“ in Bad Bergzabern, Herzog-Wolfgang-Straße 5 in direkter Nachbarschaft zur Ökumenischen Sozialstation Annweiler-Bad Bergzabern e.V. und dem Seniorenbüro Rat & Tat. Telefonisch ist sie unter der Nummer: 06343 98 98 99 34 oder 0176 11 92 92 50 von Montag bis Donnerstag zwischen 9 und 15 Uhr zur Terminvereinbarung erreichbar.

Die Bürgerinnen und Bürger der Verbandsgemeinde Annweiler und der Verbandsgemeinde Bad Bergzabern, die älter als 80 Jahre sind und noch keinen Pflegegrad haben, erhalten ein persönliches Anschreiben von Landrätin Theresia Riedmaier und dem Bürgermeister der Verbandsgemeinde mit Informationen zur Gemeindeschwester plus und deren kostenloses Beratungsangebot.

Schon jetzt wurden in ihrem Einsatzgebiet über 1400 Seniorinnen und Senioren durch diesen Brief über das kostenlose Beratungsangebot von Frau Schard informiert. Dadurch hatte sie bis heute zu über 100 Personen Kontakt und führte bei ihnen Hausbesuche durch. Fr. Schard hat dabei ein Auge auf mögliche Stolperfallen, z.B. viele kleine Teppiche, bespricht die Ess- und Trinkgewohnheiten und schaut, ob eventuell der Einsatz von Hilfsmitteln wie zum Beispiel Haltegriffen oder Badehockern sinnvoll wären, um zur Sicherheit der Älteren in ihrer Wohnung beizutragen. Immer wieder geht es um die Vermittlung von einem Hausnotruf oder Essen auf Rädern, ein möglicher Fahrdienst für Arztbesuche oder ein Besuchsdienst, weil die Senioren nicht mehr mobil genug sind, um an Veranstaltung außerhalb teilzunehmen. Niemand fühlt sich gern einsam – vielleicht kann man einen Ausweg finden.

Viele Menschen melden sich nicht gleich nach Erhalt des persönlichen Anschreibens, heben aber den Brief auf und melden sich später. Positive Resonanz bekommt Frau Schard oft durch die Rückmeldungen von Senioren, die das Angebot nicht gleich in Anspruch nehmen möchten, aber sehr froh darüber sind, dass es das Projekt Gemeindeschwester plus gibt und sie dadurch eine Ansprechpartnerin haben.

Damit in den Dörfern zukünftig das selbstständige Wohnen zuhause möglich bleibt, ist es ihr als Gemeindeschwester plus ein großes Anliegen, mit Ehrenamtlichen eng zusammen zu arbeiten und Angebote zu unterstützen oder neu ins Leben zu rufen. Aktuell ist sie mit dem Ortsbürgermeister von Waldhambach, Herrn Christian Burkhart, im Gespräch, um dort eine Nachbarschaftshilfe zu initiieren. Eine entsprechende Informationsveranstaltung fand bereits im November des vergangenen Jahres statt.

Kontakt
Büro: Herzog-Wolfgang-Str. 5, 76887 Bad Bergzabern, Zimmer 104
Tel.: 0 63 43 / 98 98 99-34
Mobil: 0 17 6 / 11 92 92 50
E-Mail

Gemeindeschwestern plus Patricia Niederer und Bianca Schard ziehen positives Zwischenfazit

Im Landkreis Südliche Weinstraße wird das Konzept der Gemeindeschwester plus umgesetzt und von der Landesregierung gefördert. Im Rahmen des Modellprojekts wurden seit Herbst des letzten Jahres die beiden Fachkräfte Bianca Schard und Patricia Niederer für diese neue Aufgabe eingestellt und geschult. Nachdem das Angebot zunächst über Öffentlichkeitsarbeit bekannt gemacht wurde, stehen jetzt Hausbesuche durch die Gemeindeschwestern im Vordergrund der Tätigkeit.

Die Gemeindeschwester plus erweitert das Angebot der Pflegestützpunkte, indem noch nicht pflegebedürftige, betagte Menschen in ihrem Haus oder ihrer Wohnung nach Terminvereinbarung besucht und beraten werden. Seit Anfang dieses Jahres informieren die Fachkräfte Seniorinnen und Senioren ab dem 80. Lebensjahr per Brief über das neue Angebot. „Zahlreiche Rückmeldungen gehen bei uns ein, mit dem Wunsch, dass wir einen Termin für einen Hausbesuch vereinbaren. Alternativ kann ein persönliches Gespräch per Telefon geführt werden. Manche Seniorinnen und Senioren wünschen einen Hausbesuch zu einem späteren Zeitpunkt“, erklärt Bianca Schard. Die beiden Gemeindeschwestern plus bitten darum, dass die Anrufer unbedingt eine Telefonnummer für einen Rückruf auf die Mailbox sprechen sollen, wenn die Gemeindeschwester plus nicht direkt selbst ans Telefon gehen und den Anruf annehmen kann.

Darüber hinaus konnten durch Besuche von Seniorennachmittagen, die Auslage von Flyern und durch Mund-zu-Mund-Werbung viele Bürgerinnen und Bürger über das neue Angebot informiert werden.

Dass die Fachkräfte geeignete Ansprechpartnerinnen und Anlaufstelle bei Problemlagen sind, zeigt sich auch in den zahlreichen Anfragen, die sie erhalten, wenn sie an Informationsständen anzutreffen sind. All dies spiegelt eine hohe Wertschätzung wider, die die Gemeindeschwestern plus erreichen, indem sie den Menschen Zeit und Vertrauen schenken und gut und aufmerksam zuhören. So sei es möglich, Bedarfe zu erkennen und Unterstützungsangebote zu koordinieren. Dabei stehe die Frage: „Wer hat welchen Bedarf und wer kann ihn decken?“, im Mittelpunkt der Arbeit.

Ältere im Landkreis Südliche Weinstraße haben bereits geäußert, welche Verbesserungsvorschläge sie sich vorstellen könnten, beispielsweise verbesserte Angebote zu Essen auf Rädern oder Angebote zur Freizeitgestaltung in den einzelnen Dörfern wie z.B. Singstunden oder Gymnastikangebote. Da die Fachkraft mit den lokalen Unterstützungs- und Freizeitangeboten vertraut ist, kann sie neue Möglichkeiten aufzeigen und Wünsche an die Verantwortlichen weitertragen. Ziel ist es auch, Ehrenamtliche zu gewinnen, die die Gemeindeschwestern plus langfristig beim Initiieren von Freizeitaktivitäten unterstützen, um der Vereinsamung betagter Menschen entgegen zu wirken.

Die Gemeindeschwestern plus
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