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Neue Ausrüstung für den Feuerwehr-Rüstwagen von Stadt und Kreis

13.08.2018

Oberbürgermeister Thomas Hirsch, Landrat Dietmar Seefeldt sowie der für den Brand- und Katastrophenschutz zuständige Kreisbeigeordnete Helmut Geißer haben den Feuerwehren von Stadt und Kreis am vergangenen Freitag neue Ausrüstung für den Rüstwagen übergeben. Im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit der Feuerwehren des Landkreises Südliche Weinstraße und der Stadt Landau ist der Rüstwagen bei der Feuerwehr Landau stationiert, wird aber ebenso im Landkreis eingesetzt.

Stadtfeuerwehrinspekteur Dirk Hargesheimer, Oberbürgermeister Thomas Hirsch, stv. Stadtfeuerwehrinspekteur Michael Bumb, Landrat Dietmar Seefeldt, Kreisbeigeordneter Helmut Geißer und Kreisfeuerwehrinspekteur Jens Thiele (v.l.n.r.) mit der neuen Ausrüstung vor dem Rüstwagen.
Stadtfeuerwehrinspekteur Dirk Hargesheimer, Oberbürgermeister Thomas Hirsch, stv. Stadtfeuerwehrinspekteur Michael Bumb, Landrat Dietmar Seefeldt, Kreisbeigeordneter Helmut Geißer und Kreisfeuerwehrinspekteur Jens Thiele (v.l.n.r.) mit der neuen Ausrüstung vor dem Rüstwagen.

Der Rüstwagen wurde nun mit einem neuen, leistungsfähigeren hydraulischen Rettungsgerät, Schere und Spreizer, zur technischen Rettung bei Verkehrsunfällen aufgerüstet. Die neuen Rettungszylinder sind insbesondere bei LKW-Unfällen gut einsetzbar. Außerdem wurde der Rettungssatz durch ein mobiles Antriebsgerät mit Verbrennungsmotor erweitert, so dass auch Arbeiten in unwegsamen Geländen oder an Hängen der Autobahnen und Bundesstraßen durchgeführt werden können. Für Tiefbauunfälle wurde der Rüstwagen mit dem sogenannten Rettungsplattensystem Biber ergänzt.

Der stellvertretende Stadtfeuerwehrinspekteur Michael Bumb erläuterte die technische Seite der Maßnahme: „Das System ist auf Rollwägen verlastet und dient zum Verbau bei der Rettung verschütteter Personen im Schüttgut oder Erdreich und wurde durch mehrjährige, praktische Anwendungen bis zur Einsatzreife entwickelt. Das System lässt sich schnell, ohne Werkzeug und lose Zurüstteile von einer Person in das Erdreich einbringen“.

Rund 20.000 Euro für den neuen Rettungssatz, 10.000 Euro für das Rettungsplattensystem Biber sowie 5.000 Euro für die Rollwagen des Rettungsplattensystems ergeben Gesamtkosten in Höhe von 35.000 Euro. Der Landkreis übernimmt diese Kosten alleine, da die Stadt Landau das Fahrzeug selbst bereits vor mehreren Jahren in Eigenleistung beschaffte.

„Aufgrund der räumlichen Nähe zur Stadt und der hohen Kosten, bietet sich eine gemeinsame Nutzung des Fahrzeuges an, ohne den Selbstschutz in unserem Landkreis zu vernachlässigen“, betonte Landrat Dietmar Seefeldt. „Zum Vergleich: Ein voll ausgestatteter Rüstwagen würde den Landkreis rund 350.000 Euro in der Anschaffung kosten“.

Oberbürgermeister Hirsch begrüßte, dass sich der Landkreis SÜW an der Erweiterung der Einsatzmaterialen des Rüstwagens 2 der Stadt Landau beteiligt. „Die Einsätze der vergangenen Wochen, sei es der schwere LKW-Unfall auf der A65, mehrere Verkehrsunfälle mit eingeklemmten Personen, aber auch die Unwetterlagen, zeigen, wie wichtig eine umfangreiche Ausrüstung für die Technische Hilfe ist“, so der Stadtchef. „Die gute interkommunale Zusammenarbeit zwischen Stadt und Kreis ermöglicht uns Synergieeffekte zu Gunsten einer erfolgreichen Gefahrenabwehr für die Bürgerinnen und Bürger in Landau und SÜW.“

Auch Kreisbeigeordneter Geißer lobte die gute Zusammenarbeit der beiden Kommunen: „Zwischen der Stadt Landau und dem Landkreis Südliche Weinstraße gibt es im Katastrophenschutz bereits umfangreiche Kooperation, wie beispielsweise die Technische Einsatzleitung, der Gefahrstoffzug, die Schnelleinsatzgruppe oder die Abschnittsleitung Gesundheit. Diese werden ebenso wie die gemeinsame Ausbildung auf Stadt- und Landkreisebene seit Jahren erfolgreich gepflegt“, so Geißer.

Kreisfeuerwehrinspekteur Jens Thiele und Stadtfeuerwehrinspekteur Dirk Hargesheimer freuen sich ebenfalls über die neue Ausrüstung und betonten: „Mit der neuen Ausrüstung haben wir einen weiteren Baustein in unserem erfolgreichen Kooperationsmodell geschaffen. Die enge und vorbildliche Zusammenarbeit im Katastrophenschutz ist uns ein besonderes Anliegen, das wir auch zukünftig weiter vertiefen wollen.“

Hintergrund
Der Rüstwagen wird insbesondere bei Technischen Hilfeleistungen verwendet. Dabei ist das Fahrzeug auch für Schadenslagen größeren Umfangs ausgerüstet: so sind auf dem Fahrzeug beispielsweise eine Motorsäge mit Zubehör, ein 5-kVA-Stromerzeuger, ein Elektro-Lüfter, aber auch ein Trennschleifer und umfangreiche Materialien der technischen Hilfeleistung verlastet.

Dies ist eine gemeinsame Pressemitteilung der Stadtverwaltung Landau und der Kreisverwaltung Südliche Weinstraße. Bei Veröffentlichung bitte Quelle angeben.

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