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Wettbewerbsverfahren zur Nachholung von Kunst am Bau in Edenkoben und Herxheim eröffnet

06.09.2019

In seiner Sitzung im April dieses Jahres hat der Kreistag entschieden, die "Kunst am Bau" am Gymnasium Edenkoben und am Pamina-Schulzentrum Herxheim nachzuholen. Zur Auslobung eines Siegerbeitrags wird in beiden Fällen ein Wettbewerb mit offenem, vorgeschaltetem Bewerberverfahren durchgeführt. Die Wettbewerbsunterlagen können auf der Homepage der Kreisverwaltung Südliche Weinstraße abgerufen werden. Bewerben können sich Künstlerinnen, Künstler und Künstlergruppen. „Ich wünsche mir, dass sich an den Auslobungen viele Künstlerinnen und Künstler beteiligen werden, insbesondere junge Talente sind zur Ideen-Abgabe aufgefordert“, ruft Landrat Dietmar Seefeldt zur regen Beteiligung der Künstler auf.

Das transparente Wettbewerbsverfahren gliedert sich in zwei Phasen: Die Referenzprojekte und Projektstudien werden in der ersten Phase von einem Auswahlgremium und in der zweiten Phase als anonymisierte Wettbewerbsbeiträge von einem Preisrichtergremium beurteilt. Die Gremien setzen sich aus unabhängigen, verschiedenen Disziplinen zugehörigen Personen zusammen.
In der ersten Phase besteht das Auswahlgremium aus jeweils einem Vertreter der jeweiligen Schule, der Kreisverwaltung Südliche Weinstraße, des Bundesverbandes Bildender Künstlerinnen und Künstler Rheinland-Pfalz im Bundesverband e.V. (BBK RLP), der Universität Landau - Fachbereich Bildende Kunst und Kassandra Becker, Karlsruhe (Bildhauerin).
In Phase zwei setzt sich das Auswahlgremium aus einem Vertreter der jeweiligen Schule, Landrat Dietmar Seefeldt als Vertreter der Kreisverwaltung, einem Vertreter des BBK RLP, Dr. Heinz Höfchen (Pfalzgalerie Kaiserslautern) und Professor Tina Stolt (Universität Landau - Fachbereich Bildende Kunst) zusammen.

Abgestimmt auf die unterschiedlichen Standorte sollen die Beiträge den Schülerinnen und Schülern Erlebnisräume gestalten, die sich in das vorhandene Schulgelände integrieren und dieses formen. Die Kreationen des erlebbaren Raums sind unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit, passend zur nachhaltigen Schulausrichtung, umzusetzen. Es werden sowohl raumbildende als auch in der Fläche wirksame Arbeiten zugelassen.

„Die Beauftragung der künstlerischen Ausgestaltung führen wir entsprechend den Richtlinien durch. Dazu gehört die Durchführung von Wettbewerben, die Installation eines Preisrichtergremiums und bei allen Maßnahmen die Einbeziehung der Berufsverbände. Das Ziel der Wettbewerbe ist es, künstlerische Interventionen zu entwickeln, die sich mit der Bestandsarchitektur, dem vorhandenen Außenraum und/oder den inhaltlichen Bezügen auf Bildung und Lernen auseinander setzen. Darüber hinaus soll selbstverständlich auch die Aufenthaltsqualität auf dem Schulgelände erhöht werden, deshalb war mir eine frühzeitige Einbindung der Schulen besonders wichtig“, betont Landrat Dietmar Seefeldt.

Für interessierte Künstlerinnen, Künstler und Künstlergruppen stehen die Wettbewerbsunterlagen mit den detaillierten Angaben auf der Homepage der Kreisverwaltung Südliche Weinstraße unter https://www.suedliche-weinstrasse.de/de/aktuelles/ausschreibungen.php zur Verfügung.

Weitere Informationen
Der Kostenrahmen beträgt für das Gymnasium Edenkoben 116.300 Euro und für das Pamina-Schulzentrum Herxheim 23.500 Euro. Der Zeitplan sieht vor, die Arbeiten bis Mitte 2020 fertigzustellen und der Öffentlichkeit zu präsentieren.
Am Standort der Gebrüder-Ullrich-Realschule plus in Maikammer soll die „Kunst am Bau“ im kommenden Jahr nachgeholt werden, die Haushaltsmittel von rund 53.000 Euro werden im Haushalt 2020 veranschlagt.

Hintergrund
Auf Grund des Vorwurfs der Nichteinhaltung von Vorschriften der Landeshaushaltsordnung und der Verwaltungsvorschrift „Künstlerische Ausgestaltung öffentlich geförderter Hochbauten“ ließ Landrat Dietmar Seefeldt die Vorgänge im Zusammenhang mit „Kunst am Bau“ der letzten Jahre überprüfen. Das Ergebnis der Prüfungen war, dass Kunst am Bau am Gymnasium Edenkoben, dem Pamina-Schulzentrum Herxheim und der Gebrüder-Ullrich-Realschule plus Maikammer nicht durchgeführt wurde. Diese Versäumnisse werden nun in transparenten Verfahren entsprechend der Richtlinien nachgeholt.

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