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„Angebote zur Unterstützung im Alltag“ – Möglichkeit der Förderung von Initiativen des Ehrenamtes

13.02.2020

Immer mehr Seniorinnen und Senioren benötigen Unterstützung im Alltag, damit eine selbstständige Lebensführung möglichst lange auch im hohen Alter erhalten werden kann. Der Bedarf für Unterstützung im Alltag entsteht häufig unabhängig von - beziehungsweise lange vor - dem Eintritt des Bedarfs an Unterstützung bei der Körperpflege. Aus Sicht der Kreisverwaltung besteht ein großer Bedarf für so genannte „Angebote zur Unterstützung im Alltag“ für Seniorinnen und Senioren. Deshalb hat Landrat Dietmar Seefeldt im Rahmen der Regionalen Pflegekonferenz alle ehrenamtlich engagierten Akteuren der Altenhilfe zu einer Veranstaltung über die Möglichkeiten der Förderung von Initiativen des Ehrenamtes für Angebote zur Unterstützung im Alltag eingeladen.

Zum einen werden Angebote zur Unterstützung im Alltag von ambulanten Pflegediensten oder anderen gewerblichen Dienstleistern erbracht. Zum anderen gibt es in den Gemeinden im Landkreis Südliche Weinstraße bereits eine große Zahl von ehrenamtlich engagierten Nachbarschaftshilfen, Krankenpflegevereinen und anderen Akteuren der Altenhilfe. „Wichtig ist der weitere Ausbau von Angeboten zur Unterstützung im Alltag sowohl im gewerblichen Sektor als auch in den Bereichen Ehrenamt und Selbsthilfe voranzubringen“, betonte der Landrat.

Auf der Grundlage einer gesetzlichen Regelung aus dem SGB XI also der sozialen Pflegeversicherung können Initiativen des Ehrenamts finanziell gefördert werden.

Referent Patrick Landua, Referatsleiter Gesundheit und Alter bei der Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz stellte die Fördermöglichkeiten ausführlich dar. Eine Förderung erfolgt anteilmäßig durch das Land, die Landesverbände der Pflegekassen in Rheinland-Pfalz sowie den Landkreis Südliche Weinstraße. Darüber hinaus wies der Referent auf die Antragsfrist bis zum 30. April eines jeden Jahres hin. Der Evangelische Diakonissenverein Bad Bergzabern erhielt bereits in 2019 eine Förderung weshalb Angela Fabian, Pfarrerin und Geschäftsführende Vorsitzende des Diakonissenvereins über ihre praktischen Erfahrungen mit der Antragstellung bei der zuständigen Behörde, der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion Trier berichtete.

Landrat Dietmar Seefeldt betonte die Wichtigkeit der Information für alle ehrenamtlich engagierten Akteure der Altenhilfe über diese Fördermöglichkeiten. „Mit dieser Veranstaltung soll den Akteuren der Zugang zu einer Förderung erleichtert werden. Die Förderung von Initiativen des Ehrenamtes entspricht dabei auch dem Geist einer Sorgenden Gemeinschaft“, so Seefeldt.

Interessierte ehrenamtlich engagierte Akteure der Altenhilfe aus dem Landkreis Südliche Weinstraße können sich bei der Kreisverwaltung Ulrich Heise, 06341 940-650, ulrich.heise@suedliche-weinstrasse.de wenden.

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