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Landrat Dietmar Seefeldt und der Erste Kreisbeigeordnete Georg Kern wollen Französische Spracharbeit in unseren Kitas erhalten

15.02.2021

„Die gute französische Spracharbeit in unseren Kitas soll auf jeden Fall weitergeführt werden können.“ Dafür sprechen sich Landrat Dietmar Seefeldt und der für Kitas zuständige Erste Kreisbeigeordnete Georg Kern aus.

Unabhängig davon, ob das Geld, das uns vom Land für das umfassende Aufgabenportfolio des Kita-Gesetzes ab 01.07.2021 zur Verfügung steht, noch ausreicht „… möchten wir eine Finanzierungsmöglichkeit für die Weiterbeschäftigung von Sprachkräften finden und das auch den Kreisgremien vorschlagen.“, so die Kreisspitze.

Seefeldt und Kern bedauern sehr, dass mit dem Kita-Gesetz Rheinland-Pfalz das über Jahrzehnte bewährte Programm „Lerne die Sprache des Nachbarn“ vom Land eingestellt wird.
Über dieses Programm wurden bisher Mittel für die mehr als
20 Sprachkräfte ausgezahlt. Das Gesamtbudget dieses Programms wurde nun vom Land im Rahmen der Gesetzes-novelle unter Bezugnahme auf den Anteil der Kinder im Sozial-geldbezug und die Anzahl von Kindern unter sieben Jahren auf alle Landkreise und kreisfreien Städte gleichermaßen verteilt.

„Eine Differenzierung, ob überhaupt in den Kommunen auch Spracharbeit angeboten wurde, gab es dabei nicht. Dabei ist die spielerische Spracharbeit doch gerade bei uns an der Grenze zu Frankreich ein wichtiges Merkmal und Teil der guten Beziehungen zu unserem Nachbarn.“, so Landrat Dietmar Seefeldt.
„Sozialraumbudget“ heißt der Mitteltopf, aus dem künftig alle über die Regelpersonalbemessung hinausgehenden Aufgaben der Kitas bezahlt werden müssen – auch französische Spracharbeit. „Die bisherigen Gelder des Landes aus dem Sprachprogramm fließen zwar mit einem Anteil in das sog. Sozialraumbudget ein, treten dort aber in Konkurrenz zu anderen, sehr vielfältigen und unter Umständen finanziell sehr anspruchsvollen Themen.“, erläutert die Leiterin des Jugendamtes Hannelore Schlageter.
Die vom Jugendhilfeausschuss des Landkreises Südliche Weinstraße zu diesem Thema eingesetzte Arbeitsgruppe hat Eckpunkte für die Verwendung des Geldes erarbeitet. Beschlossen wurden diese vom Jugendhilfeausschuss im September2020. Dazu gehören an erster Stelle u.a. Mehrpersonal zum Beispiel für große Einrichtungen oder für Kinder mit besonderen Bedarfen, Qualifizierungsmaßnahmen und Kita-Sozialarbeit.
Die sozialräumlichen Anforderungen und die Schwerpunkte werden aktuell konzeptionell erarbeitet. „Aufgrund dieser, unter sozialen Aspekten für einen Nachteilsausgleich der Betroffenen begründeten Priorisierung müssen wir befürchten, dass die zur Verfügung stehenden Mittel allein hierfür schon weitestgehend ausgeschöpft sind und die französische Spracharbeit aus diesem Budget nicht mehr vollständig finanziert werden kann“, so Georg Kern weiter.

Deshalb fordern Landrat Seefeldt und der Erste Kreisbeigeordnete Kern die uneingeschränkte Fortführung des Programms „Lerne die Sprache des Nachbarn“ bzw. ein gesondertes Budget in der bisherigen Höhe, entsprechend der bislang schon in den Kitas in SÜW geleisteten Spracharbeit.
„Im Sinne der deutsch-französischen Nachbarschaft wäre es ein nicht hinnehmbarer Rückschritt, wenn diese Arbeit nicht fortgesetzt würde.“, so Kreischef Dietmar Seefeldt und Jugenddezernent Georg Kern. „Es ist zu befürchten, dass das Land bei seiner ablehnenden Haltung hierzu bleibt. Seit Beginn der Beratungen zum neuen Kita-Gesetz haben wir immer wieder darauf hingewiesen.“ Seefeldt und Kern ist das spielerische Französischlernen in den Kitas jedoch so wichtig, dass sie es auf jeden Fall fortführen wollen.

Insgesamt belief sich das finanzielle Volumen auf ca. 380.000 Euro jährlich. Schon in den vergangenen Jahren unterstützte der Landkreis Südliche Weinstraße die französische Spracharbeit mit ca. 150.000 Euro jährlich, etwa 230.000 Euro jährlich flossen folglich aus dem Sprachprogramm „Lerne die Sprache des Nachbarn“.

Landrat Seefeldt und Jugenddezernent Kern werden, „… sobald mit der Umsetzung und Finanzierung der Anforderungen durch das neue Kita-Gesetz die Berechnungen auf dem Tisch liegen, auf die Kreisgremien und die Träger der Kitas zugehen, in denen französische Spracharbeit stattfindet, um bestenfalls gemeinsam die Fortführung und Finanzierung sicherzustellen. Wie sich in den letzten Wochen besonders gezeigt habe, ist vielen Eltern und kommunalen Trägern die Weiterführung der Französisch-spracharbeit in den Kitas ein großes Anliegen.“

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