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Ausstellung „Unsere Heimat: Schätze des Landes Rheinland-Pfalz“ im Kreishaus – auch Dietmar Seefeldt und Marlies Meyring in der Schau zu sehen, jeweils mit ihrem Begriff von Heimat: dem Wald und dem Trifels

15.09.2021

Für Landrat Dietmar Seefeldt bedeutet Heimat der Wald, für Marlies Meyring ist es der Trifels, der für Heimat steht. In der Wanderausstellung „Unsere Heimat: Schätze des Landes Rheinland-Pfalz“ sind die beiden Südpfälzer daher mit dem Wald beziehungsweise dem Trifels abgebildet. Sie haben sich bereiterklärt, als Kulturerben von Trifels und Wald in der Schau zu stehen. Die Ausstellung der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz ist aktuell im Kreishaus Südliche Weinstraße zu Gast. Noch bis einschließlich 24. Oktober 2021 können Interessierte sie samstags und sonntags von 11 Uhr bis 15 Uhr besichtigen. Der Eintritt ist frei, es gilt die „3-G-Regel“, man muss also geimpft, genesen oder getestet sein.

Marlies Meyring (links) und Landrat Dietmar Seefeldt bei der Eröffnung der Ausstellung im Kreishaus.
Marlies Meyring (links) und Landrat Dietmar Seefeldt bei der Eröffnung der Ausstellung im Kreishaus.

Die Ausstellung richtet den Blick auf das reichhaltige kulturelle Erbe, auf die Schätze des Landes Rheinland-Pfalz. Gleichzeitig will sie die Menschen von heute berühren, die ja die Erbinnen und Erben dieses kulturellen Schatzes sind. So ist jeder Ort, an dem die Ausstellung präsentiert wird, aufgefordert, Personen als Kulturerben zu benennen, die wiederum den Teil des kulturellen Erbes auswählen, das für sie oder ihn in besonderer Weise für Heimat steht. Die Ausstellung im Kreishaus Südliche Weinstraße wird so um zwei weitere Kulturerben ergänzt: Marlies Meyring ist mit der Burg Trifels als Kulturerbin inszeniert, Landrat Dietmar Seefeldt ist als Kulturerbe für den Wald fotografisch festgehalten.


Bei der Ausstellungseröffnung am vergangenen Samstag begrüßte Landrat Dietmar Seefeldt Dr. Angela Kaiser-Lahme, Direktorin Burgen Schlösser Altertümer der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz, die ein Grußwort sprach, sowie Marlies Meyring, die Kulturerbin für den Trifels, unter den Gästen. Die musikalische Umrahmung der Veranstaltung übernahm Mario Siegmayer am Akkordeon, der seit kurzem auch Lehrkraft an der Kreismusikschule Südliche Weinstraße ist.

 
Der Landrat betonte: „45 Prozent der Fläche des Landkreises Südliche Weinstraße sind von nahezu geschlossenen Wäldern bedeckt. Der Wald prägt unsere Heimat, er ist eine Quelle unserer Identität und attraktives Tourismusgebiet. Wir alle brauchen den Wald!“ Seefeldt fügte hinzu, dass der Wald viel mehr sei als die Summe seiner Bäume: „Er ist ein Ökosystem, zu dem wir gerade in Deutschland seit jeher eine besonders innige Beziehung pflegen. Der Wald lädt zum Eintauchen und Erholen ein. Er beeindruckt und schützt. Der Wald bietet Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten, liefert den nachwachsenden Ökorohstoff Holz, bindet große Mengen an CO2, produziert Sauerstoff, sichert die Nährstoffkreisläufe, reguliert das Klima, reinigt und schützt unser Trinkwasser, filtert Staub aus der Luft, bietet Raum für Erholung und Naturerlebnis und ist ein wichtiger Ort der Gesundheitsvorsorge.“ Vom Haus der Nachhaltigkeit in Johanniskreuz stammt ein Korb, der in der Ausstellung für die außerordentliche Vielfalt des Walds steht.


Die frühere Kreisbeigeordnete Marlies Meyring aus Annweiler berichtete, dass die Reichsburg Trifels Teil ihres Lebens geworden und geblieben sei. „Er steht für Heimat, Sicherheit und Schönheit“, so Meyring. Zwischen 1088 und 1330 war die Reichsburg Trifels unter den Staufern und Saliern eines der wichtigsten Zentren der Macht. Hier wurden immer wieder die Reichskleinodien wie Krone, Zepter und Reichsapfel aufbewahrt. Originalgetreue Nachbildungen können heute in der Schatzkammer bestaunt werden. Außerdem diente die Burg als Gefängnis für wichtige Persönlichkeiten. Ihr berühmtester Gefangener: der englische König Richard Löwenherz.


Die Wanderausstellung zeigt, dass kulturelles Erbe verbindet und Heimat schafft. Heimat wird in der Schau als offenes Konzept verstanden. Die Generaldirektion Kulturelles Erbe beschreibt es im Begleitkatalog zur Ausstellung so: Heimat kann ein Ort sein, eine Region oder ein kleines Waldstück – Heimat kann auch Sprache sein, ein Stück Sehnsucht oder ein Wiedersehen. Der Bäcker an der Ecke, die Silhouette einer Stadt oder das Hinweisschild an der Autobahn auf ein besonderes Baudenkmal, eine typische Landschaft oder eine außergewöhnliche Kulturstätte. Heimat ist so viel, für jeden etwas anderes und vor allem so alt wie die Menschheit.

Adresse: Kreishaus Südliche Weinstraße, An der Kreuzmühle 2, 76829 Landau.

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