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Landrat, Bürgermeisterinnen und Bürgermeister hissen Fahnen als Zeichen gegen Gewalt an Frauen – Mahnwache in Bad Bergzabern

25.11.2021

Am heutigen internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen, dem 25. November, wehen am Kreishaus Südliche Weinstraße und in allen sieben Verbandsgemeinden des Landkreises Fahnen als sichtbares Zeichen gegen Gewalt an Frauen. Die Fahnen zeigen, dass Gewalt gegen Frauen an der Südlichen Weinstraße geächtet wird. Gemeinsam mit der Gleichstellungsbeauftragen des Landkreises Südliche Weinstraße, Isabelle Stähle, und der Gleichstellungsbeauftragten der Verbandsgemeinde Landau-Land, Sandra Hubert, haben Landrat Dietmar Seefeldt und Bürgermeister Torsten Blank heute an der Verbandsgemeindeverwaltung Landau-Land eine der Fahnen gehisst und damit symbolisch Flagge gezeigt.

Hissen die Fahne gegen Gewalt an Frauen vor der Verbandsgemeindeverwaltung   Landau-Land: die Gleichstellungsbeauftragten Sandra Hubert (links)  und Isabelle Stähle (rechts) sowie Landrat Dietmar Seefeldt.zoom
Hissen die Fahne gegen Gewalt an Frauen vor der Verbandsgemeindeverwaltung
Landau-Land: die Gleichstellungsbeauftragten Sandra Hubert (links) und Isabelle Stähle (rechts) sowie Landrat Dietmar Seefeldt.

„Das Hissen der Fahne zum internationalen Gedenktag ‚Nein zu Gewalt an Frauen‘ ist ein starkes Zeichen der Solidarität gegenüber Frauen und ein deutliches Zeichen der Ablehnung jeglicher Gewalt an Frauen. Es freut mich sehr, dass sich alle Verbandsgemeinden im Landkreis Südliche Weinstraße in diesem Jahr bereits zum 21. Mal an der Aktion beteiligen“, so Landrat Dietmar Seefeldt. Gleichstellungsbeauftragte Isabelle Stähle ergänzt: „Die Aktion ist bei uns und weltweit eine starke Geste gegen Gewalt an Frauen. Global werden an diesem Tag mehr als 7.500 solcher Fahnen der Frauenrechtsorganisation ‚Terre des Femmes‘ gehisst, auf die die Kampagne zurückgeht.“

Heute Nachmittag um 17 Uhr werden Landrat Dietmar Seefeldt und Gleichstellungsbeauftragte Isabelle Stähle außerdem an der Mahnwache und Auftaktveranstaltung zu der UN-Women-Aktion „Orange The World“ teilnehmen, zu der der Zonta-Club Bad Bergzabern eingeladen hat. Jährlich am 25. November werden bei dieser Aktion Gebäude orange angestrahlt, ebenfalls als sichtbares Zeichen gegen Gewalt an Frauen.

Insgesamt erleiden weltweit etwa 35 Prozent aller Frauen Prügel, Vergewaltigung, sexuelle Nötigungen oder andere Gewalttaten, wie aus einer Studie der Weltgesundheitsorganisation hervorgeht. Auch in Deutschland, so eine Studie der Agentur der Europäischen Union für Grundrechte, hat jede dritte Frau seit ihrem 15. Lebensjahr bereits körperliche und/oder sexuelle Gewalt erlebt. „Hinschauen, einmischen und aktiv werden“, mahnt Stähle. Die Folgekosten der Männergewalt werden in der Bundesrepublik auf rund 3,8 Milliarden Euro pro Jahr geschätzt – hierin enthalten sind beispielsweise Kosten für Justiz und Polizei, aber auch für ärztliche und psychotherapeutische Behandlungen oder auch Ausfallzeiten am Arbeitsplatz sowie Folgekosten.

Kaum ein Verbrechen in Deutschland wird so selten bestraft wie eine Vergewaltigung – obwohl es eine der häufigsten Formen von Gewalt an Frauen ist: Etwa alle drei Minuten wird in Deutschland eine Frau vergewaltigt. Doch nur jeder achte Täter wird verurteilt.


Hintergrund: 
Der Gedenktag am 25. November geht zurück auf die Ermordung der drei Schwestern Mirabal in der Dominikanischen Republik. Wegen ihres politischen Widerstands gegen den Diktator Trujillo wurden sie am 25. November 1960 vom Geheimdienst nach monatelanger Folter getötet. Der Mut der drei Frauen gilt inzwischen als Symbol für Frauen weltweit, die nötige Kraft für das Eintreten gegen jegliches Unrecht zu entwickeln.

Kontakt:
Weitere Informationen und Beratung erteilt das Gleichstellungsbüro Südliche Weinstraße, Isabelle Stähle, unter Tel. 06341/940-120 oder das bundesweite Hilfetelefon unter Tel. 0800/116016.

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