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Zum Schutz der Rehkitze: Förderung von Drohnen

29.07.2022

Nach Angaben des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) kommt es beim Mähen von Grünland- und Ackerfutterflächen immer wieder zu Verletzungen oder dem sogenannten Mähtod bei Wildtieren. Insbesondere Rehkitze, die sich auf den landwirtschaftlichen Flächen verstecken, sind hiervon betroffen. Die aktuell beste Möglichkeit zur Unfallvermeidung sei der Einsatz von Drohnen mit Wärmebildtechnik. Deshalb weist das Veterinäramt darauf hin, dass eingetragene Naturschutzvereine und Kreisgruppen die Möglichkeit haben, bis zum 1. September 2022 Fördermittel für die Beschaffung einer Drohne mit Echtbildkamera mit integrierter oder kompatibler Wärmebildkamera bei der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) zu beantragen.

Die Kreisgruppe Südliche Weinstraße setzt bereits eine Drohne ein und hat eine zweite Drohne beantragt. Landrat Dietmar Seefeldt zeigt sich dankbar für das Engagement der Kreisgruppe um Kreisjagdmeister Jörg Sigmund und den 2. Vorsitzenden Oswald Mohn, die bereits voll ausgelastet ist: „In diesem Jahr hat unsere Kreisgruppe 30 Aufträge von Landwirten erhalten, um Rehkitze aufzuspüren, die ihren Liegeplatz während der Heuernte im hohen Gras haben. Rund 130 Hektar Wiesenfläche wurden abgeflogen, dabei konnten 98 Kitze vorgefunden werden. Das ist bereits ein Erfolg, der mit einer zweiten Drohne noch weiter ausgebaut werden soll und der auch weitere berechtigte Vereine animieren soll, die vorhandenen Fördermöglichkeiten zu nutzen.“

Die Förderquote der Drohnen mit Echtbildkamera ist auf 60 Prozent der Investitionskosten und die maximale Förderhöhe auf 4.000 Euro pro Drohne festgelegt. Je Antragsteller werden maximal zwei Drohnen gefördert.

Das Antragsportal der BLE ist in Kürze erreichbar über www.bmel.de/rehkitze und www.ble.de/rehkitzrettung. Informationen zur Arbeit der Kreisgruppe Südliche Weinstraße finden sich unter https://suedliche-weinstrasse.ljv-rlp.de/.
Die Kreisgruppe Südliche Weinstraße sucht aktuell noch Drohnenläufer, um Kitze aus den Wiesen herauszutragen. Wer Interesse an der ehrenamtlichen Tätigkeit hat, kann sich an den 2. Vorsitzenden der Kreisgruppe, Oswald Mohn, telefonisch 0170 9617830 oder per Mail an o.mohn@suew-jaeger.de, wenden.


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