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Fachkräfte von „HaLT“ stellen Arbeit im Jugendhilfeausschuss vor – riskantem Alkoholkonsum entgegenwirken

20.09.2022

Wie sind Jugendliche und junge Erwachsene für das Thema des riskanten Alkoholkonsums am besten zu sensibilisieren? Wie ist riskantem Konsum entgegenzuwirken? Sybille Slater und Isabel Schönfeld von der Fachstelle Sucht Landau haben bei der jüngsten Sitzung des Jugendhilfeausschusses interessante Einblicke in dieses Tätigkeitsfeld gegeben.

Die beiden setzen das Alkoholpräventionsprogramm „HaLT – Hart am LimiT“ des Diakonischen Werks seit 2021 in Landau um. Der Landkreis Südliche Weinstraße unterstützt das Programm, das an über 150 Standorten in Deutschland etabliert und damit das größte solche Projekt bundesweit ist. Die Fachkräfte informieren auch auf Festen in der Region zu den Risiken des Alkoholkonsums, so am kommenden Wochenende zusammen mit dem Blauen Kreuz auf dem Weinfest der Südlichen Weinstraße in Edenkoben.
„Auf Weinfesten stehen mit unseren Themen – das geht nach bisheriger Erfahrung sehr gut, wir sind dort gern sichtbar und gut ansprechbar“, berichtet Sybille Slater. Sie ist für den Baustein der sogenannten Verhältnisprävention zuständig. Also auf struktureller Ebene durch Aufklärung, Information und Vernetzung zu schützen, schwerpunktmäßig an Schulen. Auch Vereine, Gastronomie, Kliniken und weitere Partner haben große Bedeutung, denn „Jugendschutz geht alle an.“

Ihre Kollegin Isabel Schönfeld bearbeitet auf dem Feld der individuellen Ebene den anderen Baustein des HaLT-Programms, den reaktiven. Im Einzelfall bietet sie Hilfe für Jugendliche und deren Eltern z. B. nach übermäßigem Alkoholkonsum oder nach einer Alkoholvergiftung von Minderjährigen an. Sofortintervention, Risikocheck und Elterngespräch stehen nach einem solchen Vorfall auf der Agenda der Expertin. Ziel ist, dass die Jugendlichen sich mit ihrem eigenen Verhalten auseinandersetzen und Hilfe bekommen.

Der Erste Kreisbeigeordnete und Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses des Landkreises, Georg Kern, dankte den beiden Fachkräften sowie der Regionalleiterin der Diakonie, Susanne Walter-Augustin, für den Bericht im Jugendhilfeausschuss und die Beantwortung von Fragen. Er sagte: „Jugendliche mit multiplen Belastungen sollen erkannt werden und eingehende Unterstützung in der Region erhalten können. Mit Ihrem Bericht in diesem Gremium haben Sie auch zur weiteren Vernetzung in SÜW beigetragen, vielen Dank dafür.“


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