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Artenschutz

Artenschutz umfasst den Schutz und die Pflege bestimmter, aufgrund ästhetischer oder ökologischer Prinzipien als schützenswert erachteter, wild lebender Tier- und Pflanzenarten in ihrer historisch gewachsenen Vielfalt (Artenvielfalt) durch den Menschen. Hierdurch unterscheidet sich der Artenschutz vom Tierschutz, bei dem Menschen das individuelle Tier um seiner selbst willen schützen wollen. Gegenstand des Artenschutzes sind dem gegenüber wildlebende Populationen der von ihm zu schützenden Zielarten. Ist diese Population lebensfähig, sind Tod und Verlust von Individuen hinnehmbar. Artenschutz bezieht sich im Prinzip ausschließlich auf wild lebende Tier- oder Pflanzenarten. Vergleichbare Bemühungen bestehen in der Landwirtschaft auch für selten werdende Nutztierrassen oder alte Obst-, Gemüse- und Getreidesorten. Übergreifendes Ziel ist der Schutz der biologischen Vielfalt (Biodiversität).

Seit 1966 werden Rote Listen gefährdeter Arten erstellt, durch die versucht werden soll, den Grad der Gefährdung von Arten zu beziffern. Artenschutzprogramme zielen auf den Schutz meist einer einzelnen gefährdeten bzw. vom Aussterben bedrohten Art ab.
(Text aus www.wikipedia.de)


Rechtsgrundlage für den Artenschutz sind auf nationaler Ebene das Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) und die Bundesartenschutzverordnung (BArtSchV). Diese Gesetze dienen dem Schutz und der Pflege wildlebender Tier- und Pflanzenarten in ihrer natürlichen und historischen gewachsenen Vielfalt. Artenschutz umfasst den Schutz der Tiere und Pflanzen und ihrer Lebensgemeinschaften vor Beeinträchtigung durch den Menschen.
Neben dem BNatSchG und der BArtSchV finden auch die auf dem Gebiet des besonderen Artenschutzes unmittelbar geltenden EG-Verordnungen des Washingtoner Artenschutzübereinkommens (WA) Anwendung.
Entsprechend ihres Gefährdungsgrades finden sich hier in verschiedenen Schutzstufen Tier- und Pflanzenarten aus aller Welt, auf die die Regelungen für die Ein- und Ausfuhr sowie den Transport und die Vermarktung innerhalb der EU anzuwenden sind.

Weitere Informationen:

  1. Geschützte Arten
    Zu den besonders geschützten Arten gehören neben vielen heimischen Arten auch alle europäisch geschützten Vogelarten sowie exotische Arten, wie z.B. Affen, Papageien Landschildkröten, verschiedene Echsenarten sowie Orchideen, Aloe-Pflanzen und Palisanderhölzer. Geschützt sind nicht nur die Tiere als solches, sondern alle Erzeugnisse (z. B. Eier) und Produkte von ihnen. Produkte können z. B. Handtaschen/Gürtel aus Schlangenleder, Elfenbeinprodukte und Pelze sein.
    Welche Arten (nach Anhang A der EG-Verordnung Nr. 338/97) besonders geschützt sind, kann man z.B. beim Wissenschaftlichen Informationssystem zum Internationalen Artenschutz (WISIA) des Bundesamtes für Naturschutz einsehen.

  2. Verpflichtungen für den privaten Halter / Züchter geschützter Arten sowie für den gewerblichen Handel
    Für die Haltung von Exemplaren besonders geschützter Arten besteht eine Meldepflicht (Bestandsveränderungsanzeige), auch Nachweis-, Kennzeichnungs- und Buchführungspflichten.
    Weiterhin benötigt man zur Vermarktung, zum Transport oder im Fall der Ausfuhr zur Vorlage beim Bundesamt für Naturschutz, eine EG-Bescheinigungen (CITES), welche auf Antrag ausgegeben wird. Bitte beachten Sie beim Beantragen der Cites für Schildkröten unsere Hinweise zur Fotodokumentation für Schildkröten sowie unsere Hinweise zur Fotodokumentation von himmelblauen Zwergtaggeckos.
    Wenn eine Schildkröte einer streng geschützten Art nicht vermarktet (verkauft, getauscht o.ä.) werden soll, ist auch keine Vermarktungsbescheinigung erforderlich. Dann muss der Halter die nach den obigen Vorgaben erstellten Fotos von dem betreffenden Tier auf ein Blatt Papier der Größe Din A 4 aufkleben und mit Datum der Fotoaufnahme versehen.
    Alle Unterlagen zur vorgeschriebenen Kennzeichnung der Tiere, zum Nachweis des rechtmäßigen Besitzes an den Tieren, etc. sind der Unteren Naturschutzbehörde der Kreisverwaltung Südliche Weinstraße auf Verlangen zur Einsichtnahme auszuhändigen.

  3. Unsere Tätigkeiten
    - die Kontrolle der Schutzbestimmungen für wildlebende Tiere und Pflanzen (allgemeiner Schutz)
    - die Kontrolle der Vorschriften für besonders geschützte Tier- und Pflanzenarten 
    - die Erteilung von Ausnahmegenehmigungen, u.a. zur Abwehr von Schäden in der Landwirtschaft (Vogelfraß) oder für Forschungs- und Lehrzwecke (Tierpräparation)
    - Erteilung von EG-Bescheinigungen (CITES) für die Haltung und Vermarktung artgeschützter Tiere und deren Erzeugnisse
    - An- und Ummeldung von artgeschützten Tieren (Bestandsveränderungsanzeige)
    - Überwachung/Überprüfung von Tierhaltungen, Zoofachgeschäften, u.a.
    - Kontrolle von Kennzeichnungen, Aufnahme- und Auslieferungsbüchern
    - Beratung zum Schutz von einheimischen wildlebenden Arten (Vögel, Fledermäuse, etc.)
    - Beschlagnahmung und Einziehungen
    - Einleitung von Bußgeld- bzw. Strafverfahren

  4. Abweichende Zuständigkeiten
    Bitte wenden Sie sich bei folgenden Themen, direkt an die jeweils zuständige Behörde:
    - Erteilung von Ein- und Ausfuhrgenehmigungen von geschützten Arten: Bundesamt für Naturschutz (BfN)
    - Fundtiere: bitte im Fundbüro Ihrer Verbandsgemeinde / Stadtverwaltung melden, diese kümmern sich um die Unterbringung der Tiere

  5. Hornissen, Hummel, Wildbienen und Co.
    Vorab, folgender Hinweis:
    Die Gefahr, von einer Wespe oder von einer Biene gestochen zu werden, ist um ein Vielfaches größer als ein Stich durch eine Hornisse.
    Hornissen stechen nur dann, wenn ihr eigenes Leben bedroht ist, daher sollten die Menschen die Nestnähe meiden (bis ca. 4 Meter im Umkreis) und Erschütterungen, Anblasen und schnelle Bewegungen vermeiden;
    abseits vom Nest keine Panik mit wildem Umsichschlagen aufkommen lassen, sondern Ruhe bewahren, sollte eine Hornisse herumfliegen. Hornissen sind „kurzsichtig“ und schauen sich den Menschen gern im Flug aus der Nähe an, ohne ihn angreifen zu wollen.
    Hornissenstiche sind, wenn man von allergisch/anaphylaktischen Reaktionen absieht, grundsätzlich für den Menschen nicht gefährlich. Sie sind zwar oft schmerzhafter als Wespenstiche, erreichen jedoch selten die Wirkung eines Bienenstiches.
    Hornissen sollte man daher als gutartige und vom Gesetzgeber geschützte Insekten im Haus, Schuppen oder Garten respektieren.
    Sollte dennoch die Entfernung eines Hornissennestes notwendig werden, so ist dafür vorab bei der Unteren Naturschutzbehörde eine Befreiung einzuholen.
    Die Entfernung eines Hornissennestes sollte nur von fachkundigen Personen, wie z. B. von Imkern oder einer Fachfirma vorgenommen werden.
    Ebenfalls geschützt sind die Hummeln und die Wildbienen sowie zwei in unseren Breiten nur sehr selten vorkommenden Wespenarten.
    Nicht geschützt sind daher hier häufigsten Wespenarten, die gemeine und die deutsche Wespe, diese können ohne besondere artenschutzrechtliche Genehmigung bekämpft werden.

Zuständige Mitarbeiter

Dokumente

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