Kunst im Kreishaus
Im Kreishaus der Südlichen Weinstraße (Kreisverwaltung) werden wechselnde Kunstausstellungen präsentiert.
9. bis 23. Dezember und 5. bis 16. Januar: Ausstellung von Studierenden des Instituts für Kunstwissenschaft und Bildende Kunst an der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität (RPTU) in Landau
© Grafik: KV SÜWEs stellen aus:
- Michael Jan Lars Kastor
- Alexander Koch
- Lea Krauß
- Max Rupp
- Jakob Okunik
- Aileen Wiese
Sechs junge Positionen in der Malerei werden zu sehen sein.
1. März bis 1. April: „Zwei Begegnungen“ – Olga David und Vera Allmann-Stübinger
© Grafik: KV SÜWWas die beiden Künstlerinnen Vera Allmann-Stübinger aus Gleiszellen und Olga David aus Landau gemeinsam haben? Ihre Liebe zur Kunst – und zur Acrylmalerei. Während Vera Allmann-Stübinger mit abstrakter Acrylmalerei und verfremdeter Kunst-Fotografie eine kraftvolle, bildnerische Sprache zeichnet, nutzt Olga David neben Acryl- auch Ölfarben, ergänzt durch Materialien wie Sprühfarbe, Vergoldung, Stifte und Collage-Elemente, um vielschichtige Strukturen und Tiefe zu erzeugen. Darüber hinaus eint die beiden die gemeinsame Ausstellung „Zwei Begegnungen“ im Kreishaus der Südlichen Weinstraße ab 1. März. „In der Doppelausstellung ‚Zwei Begegnungen‘ von Vera Allmann-Stübinger und Olga David begegnen sich Unterschied und Gemeinsamkeit. Ich lade alle Interessierten herzlich dazu ein, diese künstlerische Begegnung persönlich zu erleben“, so Landrat Seefeldt. Die Vernissage findet am 1. März um 11 Uhr im Kreishaus der Südlichen Weinstraße, An der Kreuzmühle 2 in Landau, statt. Die Ausstellung wird danach bis zum 1. April zu sehen sein.
Über die Künstlerinnen
© Bild: Vera Allmann-Stübinger„Inside out“ von Vera Allmann-Stübinger (2005): In dem Kunst-Fotografie-Exponat vereinigen sich Fotografie und Malerei in einer Verfremdung zwischen Belichtung und Farbe. Bild: Vera Allmann-StübingerVera Allmann-Stübingers Berufung ist die Fotografie: Nach ihrer Ausbildung in Bad Bergzabern im Fotografenhandwerk war sie ab 1980 als Berufsfotografin tätig. In Wörth am Rhein leitete sie mehrere Jahre lang ein Fotostudio. Bis 2022 war sie selbstständige Fotografin und absolvierte in dieser Zeit mehrere Seminare und Weiterbildungen in Deutschland, Frankreich und den USA. Seit ein paar Jahren ist Vera Allmann-Stübinger auch in der abstrakten Acryl-Malerei und der verfremdeten Kunst-Fotografie tätig. In den vergangenen Jahren zeigte sie ihre Werke in Kunst-Fotografie-Ausstellungen, unter anderem in der Verbandsgemeindeverwaltung in Kandel, in Klingenmünster und Annweiler am Trifels. Weitere Ausstellungen in freier Natur in Gleiszellen-Gleishorbach, bei den Südpfälzer Musiktagen in Steinfeld sowie in verschiedenen Weingütern standen ganz im Zeichen von „Kunst und Wein“. In den Räumlichkeiten der ehemaligen Apotheke in Klingenmünster stellt sie zudem einen Teil ihrer Werke in einer Dauerausstellung aus.
© Bild: Olga DavidOlga David wird unter anderem ihr Werk mit dem Titel „Viridiflora“ (Acryl auf Leinwand 80x140cm) zeigen. Bild: Olga DavidOlga David arbeitet im Atelier der Kunststiftung Werner Brand in Hochstadt. Im Zentrum ihrer Arbeit steht weniger ein konkretes Motiv als vielmehr die Suche nach Ausdruck, Bedeutung und Resonanz. Ihre Werke greifen mitunter gesellschaftliche und politische Fragestellungen auf – subtil und offen gedacht. Sie versteht ihre Bilder als Räume für Emotion, Reflexion und innere Bewegung. Olga David bewegt sich dabei bewusst zwischen gegenständlicher und abstrakter Bildsprache. Ihr Stil ist modern und expressiv, geprägt von kräftigen Farben, dynamischem Duktus und einem intuitiven Umgang mit Komposition. Kunst begreift sie als offenen Prozess und als Möglichkeit, über das Sichtbare hinaus neue Perspektiven zu eröffnen. Bereits im Alter von 15 Jahren stellte Olga David in Südrussland aus. Heute befinden sich ihre Werke in privaten Sammlungen und Institutionen in Deutschland, Frankreich, Österreich, der Schweiz, Russland, Spanien, Luxemburg, Belgien, England, Italien und den USA.
14. Juni bis 10. Juli: "Kontraste" – Silke Ballheimer und Rolf Großkopf
© Grafik: KV SÜW. Bilder: Ballheimer/GroßkopfDie Flure des Kreishauses der Südlichen Weinstraße in Landau werden noch einmal farbenfroher, wenn dort ab dem 14. Juni gleich zwei Kunstschaffende ihre Werke zeigen werden: Unter dem Titel „Kontraste“ präsentiert Silke Ballheimer eine Symbiose aus Malerei, Sport und Musik, während Rolf Großkopf seine Bilder über das farbenfrohe und auch widersprüchliche Lateinamerika zeigt. „Diese Doppelausstellung öffnet Fenster zu Welten voller Kraft, Rhythmus und Farben. Überzeugen Sie sich selbst davon, wenn die Kunstschaffenden Silke Ballheimer und Rolf Großkopf zeigen, wie Malerei, Bewegung und Kultur Kontraste schaffen und dennoch miteinander harmonieren“, lädt Landrat Dietmar Seefeldt zur Ausstellung ein sowie zu deren Eröffnung am Sonntag, 14. Juni um 11 Uhr im Kreishaus der Südlichen Weinstraße, An der Kreuzmühle 2 in Landau. Nikolaus Meyer aus Speyer wird in die Ausstellung einführen. Sie wird danach bis zum 10. Juli zu sehen sein.
© Bildquelle: Ballheimer„Rotweinlady“ heißt eines der Werke, die Silke Ballheimer ab dem 14. Juni im Kreishaus SÜW ausstellen wird. Bildquelle: BallheimerÜber die Künstlerin
Die in Speyer geborene Künstlerin Silke Ballheimer verbindet in ihren Arbeiten kraftvolle Aquarell- und Acrylfarben mit der Dynamik von Bewegung. Ballheimers Malerei zielt darauf ab, die schönen und humorvollen Seiten des Lebens einzufangen, statt zu provozieren. In ihren Werken stechen besonders die sportlichen Motive hervor, die ein spürbares Energiefeld erzeugen und an ihre Vergangenheit als Marathonläuferin erinnern. Daneben spiegelt sich in Weinmotiven eine humorvolle, pfälzische Lebensart wider. Auch verlassene Industriegebäude mit morbidem Charme finden Eingang in teils surreal anmutende Perspektiven, in denen Musikerinnen und Tänzerinnen Klänge und Bewegungen suggerieren. Weitere Informationen über die Künstlerin unter www.sportart-speyer.de.
© Bildquelle: Großkopf„Pass auf“ lautet der Titel eines von zahlreichen Acrylbildern von Rolf Großkopf über das Leben in Südamerika. Bildquelle: GroßkopfÜber den Künstler
Seit 1993 bereist Rolf Großkopf Mittel- und Südamerika, meist gemeinsam mit seinem Mann. Aus diesen Reisen heraus entstehen farbintensive Acrylwerke, die das bunte, oft widersprüchliche lateinamerikanische Lebensgefühl widerspiegeln. Seine Bilder erzählen Geschichten von Armut, Entbehrung, Glauben und kultureller Vielfalt – betrachtet aus der Perspektive eines „beobachtenden, kritischen Touristen“. Natur, Tiere, Landschaft und gelegentlich Skurriles finden in seinen Arbeiten Raum. Großkopf lebt und arbeitet in Kapsweyer; er beteiligt sich regelmäßig an Ausstellungen in Karlsruhe, der Südpfalz und darüber hinaus, unter anderem bei Durlach-Art, Openart Ettlingen, der Werner-Brand-Kunststiftung oder dem Kunstweg Bockenheim. Weitere Informationen zum Künstler unter https://rolfbilder.jimdosite.com.Elke Jäger singt zur Vernissage
Für die Vernissage konnte diesmal wieder ein besonderer musikalischer Gast gewonnen werden: Die Sängerin ELKETRITSCH, hinter der sich Elke Jäger aus Bad Bergzabern verbirgt, wird in Assemblage mit Patrick Siben an den Tasten die Vernissage musikalisch begleiten. Die Sängerin verspricht: „Ihre Ohren werden Augen machen!“13. September bis 16. Oktober: "slow and deep - zeichnung" von Natscha Brändli
© Grafik: KV SÜW; Zeichnung: Natascha Brändli
© Foto: Brändli„und als nächstes der himmel n2“ heißt eines der Werke, die die Künstlerin Natascha Brändli ab 13. September im Kreishaus SÜW zeigen wird. Foto: BrändliFür Natascha Brändli ist Zeichnen weit mehr als das Setzen von Linien – es ist eine unmittelbare Form des Ausdrucks. Jede Linie entsteht aus einer inneren Bewegung, folgt dem eigenen Rhythmus und wird zur sichtbaren Spur ihres Erlebens. „Mein Sein zeichnen“, könnte die Künstlerin diesen intensiven, inneren Entstehungsprozess ihrer Werke nennen. Ihre Arbeiten sind intuitiv und persönlich; sie machen das Unsichtbare erfahrbar und laden dazu ein, den Spuren von Erinnerung, Emotion und Existenz zu folgen. In ihren Zeichnungen verdichtet sich das Leben zu einer eigenen Bildsprache. Sie eröffnen den Betrachtenden einen Raum für Entdeckungen und zeigen, wie aus einer einfachen Linie etwas Universelles entstehen kann – ein Ausdruck menschlicher Erfahrung, der berührt und nachhallt.
Über die Künstlerin
Für Natascha Brändli, die in Kandel geboren ist und in Burrweiler lebt, ist Zeichnen eine unmittelbare Form des Ausdrucks. Intuitiv und persönlich entstehen aus Linien Spuren von Erinnerung, Emotion und Erleben. Ihre Arbeiten machen Unsichtbares sichtbar und laden die Betrachtenden dazu ein, eigene Entdeckungen und Zugänge zu den Werken zu finden.
© Foto: BrändliIn der Ausstellung „slow and deep – zeichnung“ von Natascha Brändli im Kreishaus SÜW wird auch diese zeichnung „ ohne titel“ zu sehen sein. Foto: BrändliNach ihrem Modedesign-Studium an der Hochschule Pforzheim absolvierte sie eine Ausbildung zur Bühnenplastikerin, beim SWR Baden-Baden sowie an der Bayerischen Staatsoper München. Seit dem Jahr 2000 ist Natascha Brändli als freiberufliche Künstlerin tätig. Für die „Rheinpfalz am Sonntag“ illustriert sie seit 2007 wöchentlich, seit 2017 lehrt sie an der Hochschule Pforzheim, Fakultät für Gestaltung im gestalterischen Vorkurs KATAPULT Zeichnung. Seit nunmehr 20 Jahren zeigt die Künstlerin ihre Werke in eigenen Ausstellungen oder in Ausstellungsbeteiligungen in der Region und darüber hinaus. Mehr Informationen zur Künstlerin und ihren Werken sind zu finden unter www.nataschabrändli.de oder bei Instagram unter @natascha.braendli.
