
Der Landrat hält nach dem Besuch fest: „Ich bin beeindruckt, was die vielen helfenden Hände in den betroffenen Gemeinden in so kurzer Zeit geleistet haben. Dass Wege und Straßen, der Kirchhof in Kapsweyer oder auch das Schwimmbad in Steinfeld vergleichsweise schnell wieder nutzbar gemacht werden konnten, zeigt eindrucksvoll, was gemeinsamer Einsatz bewirken kann. Mein Wunsch ist, dass die entstandenen Schäden, wo immer es möglich ist, vollständig beseitigt werden sowie die betroffenen Orte möglichst bald wieder aufatmen können – und dort, wo Natur, Wingerte oder Gärten zerstört wurden, wünsche ich, dass das bereits wieder sprießende Grün besonders stark nachwächst.“
Verwüstung im Viehstrich
Ein schweres Unwetter hatte Mitte Juli den Viehstrich – also die Ortsgemeinden am nördlichen Rand des Bienwalds – besonders hart getroffen. Unter anderem hatte der Wind, so unfassbar es klingen mag, das Kapsweyerer Kirchendach aus dem Jahr 1954 komplett angehoben, um es dann wieder krachend loszulassen. Zahlreiche Bruchstücke von Ziegeln flogen herab, zum Glück wurde in Kapsweyer niemand verletzt. Auch im Inneren des Gotteshauses hat das Unwetter Schäden verursacht. Wasser drang ein und hinterließ an den verputzen Wänden Schlieren und Spuren. Die Orgel muss umfassend gereinigt werden.
Während die Schäden am Kirchengebäude ein Versicherungsfall sind, bleibt die Ortgemeinde wohl auf den Schäden rund um den die Kirche umgebenden Friedhof sitzen. Zahlreiche Bäume, darunter schöne Kugelakazien und Robinien, mussten wegen Unwetterschäden gefällt werden, wie Ortsbürgermeister Jud berichtete.
