Neue Auflage: Vorsorgeordner für Seniorinnen und Senioren im Landkreis Südliche Weinstraße


Eine Überarbeitung der ersten Fassung von 2018 war deshalb sinnvoll, weil sich seither gesetzliche und datenschutzrechtliche Änderungen ergeben haben. Darüber hinaus gab es Weiterentwicklungen in Sachen Digitalisierung, Stichwort digitaler Nachlass.

Was ist drin?

Neu ist, dass allgemeine Informationen für den Notfall und sensible Daten getrennt aufbewahrt werden können. So sind in der herausnehmbaren Notfallmappe, die griffbereit im eigenen Zuhause aufbewahrt werden sollte, alle gesundheitlich relevanten Daten wie etwa ein Medikamentenplan enthalten, die es dem Rettungsdienst im Notfall erleichtern, die Patientin oder den Patienten zu versorgen. Der grüne beigefügte Aufkleber kann von innen an die Haustür aufgebracht werden, um das Rettungspersonal auf diese Mappe aufmerksam zu machen.

Der Vorsorgeordner enthält zudem sehr sensible und höchst vertrauliche Daten über Nachlassregelungen, Passwörter sowie Bank- und Versicherungsangaben der betreffenden Person. Dieser sollte separat und unter Verschluss so aufbewahrt werden, dass eine Person des Vertrauens jederzeit Zugriff darauf hat.

Darüber hinaus sind im Vorsorgeordner herausnehmbare Beispielvordrucke der für den Landkreis SÜW und die Stadt Landau zuständigen Betreuungsbehörde in einer Vorsorgemappe, eine Kliniktaschen-Checkliste sowie eine Liste mit wichtigen Rufnummern für den Notfall zu finden.

Im Sinne der Nachhaltigkeit wird der Vorsorgeordner als Drucksatz in den Verbandsgemeindeverwaltungen Annweiler am Trifels, Bad Bergzabern, Landau-Land, Offenbach an der Queich, Herxheim, Edenkoben und Maikammer herausgegeben, um einen etwaigen bereits vorhandenen Ordner weiterhin nutzen zu können. Auch mit den neuen Inhalten bestückte Ordner werden auf Wunsch zur Verfügung gestellt. Der Vorsorgeordner ist außerdem als digitale Datei auf der Webseite des Landkreises abrufbar unter www.suedliche-weinstrasse.de/vorsorgeordner.

Interessierte erhalten das Werk auch auf Anfrage bei den Fachkräften Gemeindeschwester plus oder den Seniorenbeauftragten der Ortsgemeinden.

Warum ein Vorsorgeordner?

Die Fachkräfte Gemeindeschwester plus stellen bei ihren Hausbesuchen immer wieder fest, dass wichtige Unterlagen, die bei Notfällen und Krankenhauseinlieferungen dringend benötigt werden, oftmals nicht vorliegen. Zudem kann es die Angehörigen im Fall der Fälle sehr entlasten, wenn bereits schriftlich festgehalten wurde, wie im Notfall im Sinne der betreffenden Person gehandelt werden soll. Daher stellen die Fachkräfte Gemeindeschwester plus bei ihren Hausbesuchen den Vorsorgeordner gerne zur Verfügung und bieten älteren Bürgerinnen und Bürgern Hilfe beim Anlegen und Ausfüllen an.

Landrat Dietmar Seefeldt, der Kreisseniorenbeirat und die Fachkräfte Gemeindeschwester plus danken der Stiftung der Sparkasse Südpfalz für die Spende.

Auf dem richtigen Weg.