
Werner Kempf, Erster Beigeordneter der Verbandsgemeinde (VG) Annweiler am Trifels, und Ute Wingerter, zuständige Fachkraft Gemeindeschwester plus, begrüßten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Sitzungssaal der VG. Denn zunächst gab es einen kleinen Theorie-Block.
Gut zu wissen
Polizeihauptkommissar Steffen Neu ist Verkehrssicherheitsberater der Polizei Landau und im Rahmen seiner Funktion Mitglied im Verein „Verkehrswacht“, welcher vom Bundesministerium für Verkehr gefördert wird. Er erläuterte anschaulich, welche Vorteile ein Rollator hat. Zum Beispiel bringe er mehr Lebensqualität durch Mobilität, und ermögliche, Kontakte aufrechtzuerhalten sowie am öffentlichen Leben teilzuhaben. Ziel müsse es sein, sicher mit dem Rollator unterwegs zu sein. Dazu gehöre, dass der Rollator technisch gut funktioniere und die Höhe richtig eingestellt sei. Er betonte, dass „wir am sichersten auf den Gehwegen sind“ und erläuterte, wie sich ein Rollator kontrolliert steuern lasse. Wichtig sei, ihn nah am Körper zu führen, feste Schuhe zu tragen und sich durch helle Kleidung, gegebenenfalls auch mit einer Warnweste und Reflektoren, sichtbar zu machen. Natürlich sollte der Rollator nicht zu schwer beladen sein und die Bremsen müssen funktionieren. Tipp des Fachmanns: Regelmäßig überprüfen lassen.
Am Rande des Trainingstags warf Orthopädietechnikmeister Dieter Ehrhardt vom gleichnamigen Fachgeschäft in Annweiler einen Blick auf die Rollatoren der Teilnehmenden und gab individuelle Hinweise zur richtigen Einstellung und Wartung.
Polizeihauptkommissarin Alexandra Meyer, ebenfalls Verkehrssicherheitsberaterin, berichtete, dass es 2025 im Zuständigkeitsgebiet der Polizeiinspektion Landau 3063 Unfälle gegeben habe, davon 784 mit Beteiligung von Menschen über 65 Jahren.

Probieren geht über Studieren
Im praktischen Training übten die Teilnehmenden zunächst drinnen, enge Kurven zu fahren. Draußen stand dann ein Omnibus der Queichtal-Nahverkehrsgesellschaft (QNV) bereit. Busfahrer Cevin Klein zeigte unter anderem, wo am Bus sich der Knopf befindet, mit der Fahrgäste an der Haltestelle beim Fahrer eine Rampe zum Einsteigen anfordern können. Im Bus übten die Teilnehmenden, wie sie den Rollator angurten können, damit während der Fahrt nichts verrutscht. Auch den Druckausgleich der modernen Busse, mit denen die Fahrzeuge durch das Personal abgesenkt und angehoben werden können, führte der Fahrer vor, damit niemand erschreckt, wenn der Bus sich „in echt“ mal hebt oder senkt. Für viele Fragen gab es während des Training natürlich ebenfalls Raum.
Eine Wiederholung des Rollator-Trainingstags, das nächste Mal andernorts, ist seitens des Referats „Demografie“ der Kreisverwaltung, zu dem die Fachkräfte Gemeindeschwester (GS) plus gehören, geplant. Die Termine werden noch bekannt gegeben. Interessierte können sich schon heute auf eine Vormerkliste setzen lassen, per E-Mail an regina.klein@sudliche-weinstrasse.de oder telefonisch unter der Nummer 06341 940653.
