Forum Ladeinfrastruktur für die Logistik: Südpfalz setzt Impulse für die Zukunft des elektrischen Güterverkehrs


Bereits zum Auftakt der Konferenz wurde im Gespräch der drei Verwaltungschefs deutlich, welche strategische Bedeutung das Thema für die Region hat: Eine leistungsfähige Ladeinfrastruktur entwickelt sich zunehmend zum entscheidenden Standortfaktor für die Südpfalz als bedeutende Industrie- und Logistikregion. Im weiteren Verlauf griffen hochkarätige Keynotes zentrale Fragestellungen der Transformation auf – von den konkreten Anforderungen an Ladeinfrastruktur aus Sicht der Fahrzeughersteller bis hin zu grundsätzlichen Überlegungen zur Rolle der Netze im Zuge der Energiewende.

In den anschließenden Praxis- und Diskussionsformaten wurde die Umsetzung greifbar: Vertreter aus Logistik und Energiewirtschaft berichteten über Erfahrungen beim Depotladen am Firmengelände, neue Kooperationsmodelle sowie den Aufbau öffentlicher Ladeparks für den Fernverkehr. Dabei zeigte sich, dass insbesondere Planungssicherheit und der Ausbau der Netzinfrastruktur von vielen Unternehmen als zentrale Voraussetzungen für Investitionen gesehen werden.

Das abschließende Podium bündelte die Perspektiven aus Wirtschaft, Forschung und Politik und machte deutlich, dass die Transformation nur im engen Schulterschluss aller Akteure gelingen kann. Entsprechend groß war auch der Bedarf an Austausch: Die Veranstaltung bot über den gesamten Nachmittag hinweg Raum für intensive Gespräche, neue Kontakte und konkrete Projektansätze.

Martin Brandl, Landrat des Landkreises Germersheim und Initiator des Forums, verwies darauf, dass nun der nächste Schritt folgen muss: „Es gilt, konkrete Projektinteressen sichtbar zu machen, Investitionsbereitschaft zusammenzuführen und Kooperationen gezielt anzustoßen, um ins Handeln zu kommen.“ Auch Dietmar Seefeldt, Landrat des Landkreises Südliche Weinstraße, betonte die Bedeutung des begonnenen Dialogs und hob hervor: „Jetzt gilt es, diese Plattform zu nutzen, die Vernetzung weiter zu vertiefen und die unterschiedlichen Interessen dauerhaft zusammenzuführen.“ Für Dominik Geißler, Oberbürgermeister der Stadt Landau, steht zugleich die überregionale Dimension im Fokus: „Wenn Deutschland beim klimafreundlichen Güterverkehr wettbewerbsfähig bleiben will, darf der Ausbau der Ladeinfrastruktur nicht länger im Klein-Klein erfolgen. Die Fördermittel des Bundes sind bislang eher ein Tropfen auf den heißen Stein. Wir brauchen den Mut, große regionale Lösungen zu entwickeln – bis hin zu gemeinsamen Ladezentren – und wir müssen den Druck auf Bundesebene erhöhen. Kommunen allein können diese Transformation nicht stemmen. Dafür braucht es deutlich mehr Tempo, Verlässlichkeit und Investitionsbereitschaft.“

Durch das Programm führte die erfahrene Moderatorin Juliane Langer, die mit ihrer Expertise in den Bereichen Mobilität und Energiewende sowie ihrer dialogorientierten Herangehensweise für einen strukturierten und zugleich lebendigen Austausch sorgte. Am Ende ziehen die Veranstalter ein positives Fazit: Das Forum hat nicht nur die Komplexität des Themas verdeutlicht, sondern vor allem das große Interesse und die Bereitschaft in der Region, den Wandel aktiv zu gestalten. Ziel bleibt es, die angestoßenen Prozesse weiterzuführen und die Südpfalz als zukunftsfähigen Standort für nachhaltige Logistik konsequent zu stärken.

Dies ist eine gemeinsame Pressemitteilung der Landkreise Germersheim und Südliche Weinstraße sowie der Stadt Landau in der Pfalz. 

Auf dem richtigen Weg.