Bildung durchzieht alle Phasen und Bereiche des Lebens. Sie wird von vielfältigen Akteuren an unterschiedlichen Orten getragen. Damit bestehende Bildungsangebote sichtbar werden und besser ineinandergreifen, soll die Vernetzung der Bildungspartner im Landkreis ausgebaut und die Ausrichtung der Bildungslandschaft strategisch weiterentwickelt werden. Hierzu baut das Projektteam des Landkreises eine Kooperationsinfrastruktur auf, die eine gemeinsame Bearbeitung von Herausforderungen durch die Partner ermöglicht. Grundlage hierfür soll ein zu entwickelndes Bildungsleitbild des Landkreises sein. Eine kommunale digitale Lösung soll die Transparenz der Bildungslandschaft erhöhen. Ziel ist, dass alle Bürgerinnen und Bürger die Bildungsangebote finden, die zu ihren Bedarfen passen. Besondere Schwerpunkte liegen auf den Bereichen Fachkräftesicherung, Kulturelle Bildung und Integration durch Bildung.
Welche Bedeutung dabei auch die Rahmenbedingungen vor Ort haben, betont Landrat Dietmar Seefeldt mit Blick auf die Mobilität im Landkreis: „Gerade im ländlichen Raum müssen wir bei der Weiterentwicklung von Bildungsangeboten auch die Frage der Erreichbarkeit mitdenken. Mobilität und Bildung hängen deshalb stärker zusammen, als es auf den ersten Blick vielleicht scheint. Der Ausbau des ÖPNV inklusive der VRNFlexline, einem Shuttlebus auf Abruf, ist in diesem Zusammenhang auch für den Bildungsbereich ein wichtiger Baustein.“ Die finanziellen Rahmenbedingungen spielen bei der Umsetzung des Zukunftsthemas „Bildung“ eine wichtige Rolle, wie der Landrat ergänzt. „Wir wollen gerne noch mehr in Kultur und Bildung investieren. Aber unsere finanziellen Möglichkeiten sind begrenzt. Die hohen Aufwendungen im sozialen Bereich binden einen erheblichen Teil unserer Mittel und lassen für zusätzliche Gestaltungsspielräume oft nur wenig übrig.“
Ein Baustein des Projekts ist auch, die Entwicklung der Bildungslandschaft im Landkreis künftig regelmäßig zu betrachten und sichtbarer als bisher zu machen. Projektleiterin Monika Kukyte sagt: „Ein jährlich erscheinender Bildungsbericht könnte dafür eine wichtige Grundlage sein. Wie ein solcher Bericht konkret aussehen und welche Themen er sinnvollerweise für uns im Landkreis SÜW abbilden soll, wird nun im Rahmen des Projektes Bildungskommune Südliche Weinstraße ausgearbeitet.“
Die Regionalagentur berät den Landkreis beim Aufbau der Koordinierungsstrukturen und der Entwicklung des Bildungsportals. Neben der individuellen Begleitung profitiert das Bildungsbüro, das vom Projektteam gebildet wird, zudem von kostenfreien Qualifizierungen und der Einbindung in ein Netzwerk, das den Austausch mit anderen Bildungsbüros ermöglicht.
Dass die Zusammenarbeit nicht nur auf dem Papier bleiben soll, macht auch die Vereinbarung deutlich, das gemeinsame Strategiegespräch im kommenden Jahr fortzusetzen: „Wir wollen den Austausch nicht als einmaliges Treffen verstehen. Deshalb haben wir vereinbart, das Strategiegespräch im kommenden Jahr fortzusetzen und gemeinsam zu schauen, was sich bis dahin entwickelt hat und wo weiterer Handlungsbedarf besteht,“ blickt Kreisbeigeordneter Werner Schreiner voraus.
„Ich freue mich, dass sich mit dem Landkreis Südliche Weinstraße eine weitere Kommune auf den Weg gemacht hat, Bildung vor Ort besser zu steuern“, so Katja Wolf. „Wir stehen dem Bildungsbüro mit unserer langjährigen Erfahrung im Aufbau von kommunalen Bildungsstrukturen zur Seite und unterstützen den Landkreis bei der strategischen Weiterentwicklung der Bildungslandschaft.“
Die Regionalagentur
Die Regionalagentur Kommunales Bildungsmanagement Rheinland-Pfalz – Saarland berät über ein Drittel der Landkreise und kreisfreie Städte in Rheinland-Pfalz und dem Saarland beim Auf- und Ausbau ihres Bildungsmanagements vor Ort und unterstützt sie durch verschiedene Qualifizierungs- und Austauschformate. Sie wird finanziert im Rahmen des bundesweiten Fachnetzwerkes für kommunales Bildungsmanagement des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Getragen wir die Regionalagentur von einem Verein mit Sitz in Trier, dem neben Landesministerien auch alle kommunalen Spitzenverbände sowie Kommunen und Stiftungen angehören.
Die Bildungskommune SÜW
Das Projekt Bildungskommune ist bei der Kreisvolkshochschule Südliche Weinstraße (kvhs) angesiedelt. Projektleiterin ist Monika Kukyte, die weiterhin unabhängig von der Projektstruktur die kvhs leitet. Svenja Lang, ist wissenschaftliche Mitarbeiterin für Bildungsmonitoring und Fachkräftesicherung im Projekt. Adrian Rinck, Leiter der Kreismusikschule SÜW, übernimmt bei der Bildungskommune die Rolle als Referent für Kulturelle Bildung. Die wissenschaftliche Mitarbeit für den Bereich Integration hat Carina Schreiber übernommen. Mehr unter www.suedliche-weinstrasse.de/bildungskommune.
Dies ist eine gemeinsame Pressemitteilung der Regionalagentur Kommunales Bildungsmanagement Rheinland-Pfalz – Saarland und des Landkreises Südliche Weinstraße.
