Landkreis Südliche Weinstraße ist Modellstandort für Standard-Altenhilfebericht


Landrat Dietmar Seefeldt hält fest: „Wir sind stolz darauf, als Modellstandort für dieses wichtige Forschungsprojekt ausgewählt worden zu sein. Unser Landkreis ist dafür genau der richtige Ort: Die Herausforderungen und Chancen des demografischen Wandels beschäftigen uns seit vielen Jahren, und wir haben früh begonnen, gemeinsam mit den Menschen vor Ort sowie den Orts- und Verbandsgemeinden nach guten Lösungen zu suchen.“ Er ergänzt: „Bei uns an der Südlichen Weinstraße gehören ältere Menschen ganz selbstverständlich zur Mitte der Gesellschaft. Vieles, was im Alltag trägt, entsteht dabei informell – in Nachbarschaften, Vereinen, Familien und im ehrenamtlichen Engagement. Zugleich gibt es bereits vielfältige Angebote und Strukturen, auf denen wir aufbauen können. Das Forschungsprojekt bietet uns die Chance, diese Erfahrungen sichtbar zu machen, weiterzuentwickeln und neue Ansätze zu erproben. Ich freue mich sehr darauf, dass unser Landkreis dabei als Modell für andere Regionen Impulse geben kann.“

Die rheinland-pfälzische Sozialministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler erklärt dazu: „Altenhilfe ist eine gesetzliche Aufgabe der Kommunen. Damit Kommunen ihre Verantwortung gut wahrnehmen können, brauchen sie einen Überblick darüber, welche Strukturen und Angebote vor Ort bereits bestehen. Die Lebenswirklichkeit älterer Menschen ist vielfältig und genauso vielfältig sind die Strukturen vor Ort. Mit dem Altenhilfebericht wollen wir diese Vielfalt sichtbar machen und eine verlässliche Grundlage für die weitere Planung schaffen.“

Im Landkreis Südliche Weinstraße sind 24,6 Prozent der Bevölkerung über 65 Jahre alt. Zählt man die Altersgruppe ab 60 Jahren hinzu, sind es insgesamt 33,5 Prozent ältere Menschen im Landkreis.

Während es für die Pflege aufgrund gesetzlich definierter Leistungskomplexe umfangreiche statistische Daten gibt, fehlen für die Altenhilfe vergleichbare Datengrundlagen. Um abzubilden, welche Strukturen es vor Ort gibt, müssen qualitative Daten ausgewertet werden. Genau hier setzt das Forschungsprojekt an. Es erprobt gemeinsam mit den Modellkommunen, welche Informationen für einen Altenhilfebericht einheitlich erhoben und dargestellt werden können.

Neben dem Kreis SÜW ist auch die Stadt Neustadt an der Weinstraße Modellkommune. Aus beiden Gebietskörperschaften werden die Fachkräfte für Senioren-Sozialplanung und der Pflegestrukturplanung sowie der Gesundheits- und Planungsämter eng zusammenarbeiten. Dabei sollen Daten aus verschiedenen Fachbereichen erstmals systematisch zusammengeführt werden. Zu klären sind dabei unter anderem Fragen der Datenverfügbarkeit, Datensparsamkeit und des Datenschutzes. 

Das Forschungsprojekt ist in der Kreisverwaltung Südliche Weinstraße im Referat Demografie mit Schwerpunkt Senioren in der Abteilung Soziales angesiedelt. Weitere Informationen zu diesem Referat finden sie unter www.suedliche-weinstrasse.de/senioren-und-demografie.

Auf dem richtigen Weg.