Verwaltungsaufgaben im Krisenfall erledigen: Leitungen der Verwaltungsstäbe aus SÜW und GER tauschen sich aus


Ein Themenblock beschäftigte sich mit der Aufbauorganisation, also der Frage, wie die Verwaltungsstäbe in den jeweiligen Kommunen organisiert sind und im Krisenfall arbeiten. Weitere Herausforderungen aus Sicht der Teilnehmenden waren Fragen der Personalgewinnung für die Verwaltungsstäbe, die Alarmierung der Stäbe gerade außerhalb der üblichen Dienstzeiten und die Sicherstellung der Schichtfähigkeit der jeweiligen Verwaltungsstäbe.

Die für den Katastrophenschutz in den Landkreisen Südliche Weinstraße und Germersheim verantwortlichen Landräte Dietmar Seefeldt und Martin Brandl betonten im Nachgang zu der Veranstaltung: „Das Krisenmanagement und der Katastrophenschutz sind gerade in der heutigen Zeit Kernelemente der Daseinsfürsorge und genießen bei uns in der Südpfalz absolute Priorität. Im Bereich der Verwaltungsstäbe sind wir grundsätzlich gut aufgestellt, haben aber auch noch einige Aufgaben, insbesondere bei der gegenseitigen Vernetzung der Stäbe im Krisenfall. Und man darf auch nicht vergessen, dass die Tätigkeit im Verwaltungsstab neben der eigentlichen Verwaltungsarbeit stattfinden muss, also eine Zusatzbelastung für die Mitarbeitenden darstellt. Daher gebührt diesem Engagement unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter größte Anerkennung."

Das macht ein Verwaltungsstab

Das neue Landesbrand- und Katastrophenschutzgesetz schreibt vor, dass jeder Landkreis einen Verwaltungsstab für Krisen und Katastrophen haben muss, als sogenannte administrativ-organisatorische Komponente. In den Aufgabenbereich der Verwaltungsstäbe fallen im Krisenfall, der Bezeichnung entsprechend, alle verwaltungsrechtlichen Fragen und Aufgaben. Zusätzlich zum Verwaltungsstab muss jeder Landkreis auch einen Führungsstab als operativ-taktische Komponente haben, der im Fall des Falles die Arbeit der Einsatzkräfte der „Blaulichtfamilie“ koordiniert. Beide Stäbe, sowohl Verwaltungsstab als auch der Führungsstab, müssen schichtfähig sein, das heißt, für jede Funktion muss es mehrere ausgebildete Personen geben, die die Funktion im Einsatzfall übernehmen können.

Dies ist eine gemeinsame Pressemitteilung der Landkreise Germersheim und Südliche Weinstraße.

Auf dem richtigen Weg.