Aktionswochen „Jeder Stecker zählt! Deutschland sammelt E-Schrott“ im Oktober – Alles mit Stecker gehört nicht in den Hausmüll


„Viele Elektrogeräte enthalten wertvolle Rohstoffe, die sich wiederverwenden lassen. Voraussetzung dafür ist, dass die Geräte nicht im Hausmüll landen, sondern richtig zurückgegeben und recycelt werden“, sagt Landrat Dietmar Seefeldt. „Wer alte Elektrogeräte richtig entsorgt, schont Ressourcen und schützt zugleich Mensch und Umwelt“, ergänzt EWW-Werkleiter Christoph Stöffler.

Alles mit Stecker, Akku oder Batterie zählt
Elektroschrott zählt weltweit zu den am schnellsten wachsenden Abfallströmen. Alte Elektrogeräte enthalten unter anderem Kupfer, Eisen, Gold und Neodym sowie Kunststoffe und Glas. Recyclingverfahren können viele dieser Materialien zurückgewinnen und für neue Produkte nutzbar machen. Werden Elektrogeräte dagegen falsch entsorgt, gehen wertvolle Rohstoffe verloren. Zudem können Schadstoffe wie Quecksilber oder bestimmte Kältemittel in die Umwelt gelangen.

Grundsätzlich gilt: Alles, was Strom benötigt – ob über Stecker, Akku, Batterie oder Solarzelle – und nicht mehr genutzt werden kann, zählt als Elektroaltgerät und gehört nicht in den Hausmüll. Das Symbol der durchgestrichenen Mülltonne weist darauf hin, dass ein Produkt getrennt entsorgt werden muss.

Dabei ist Elektroschrott nicht immer auf den ersten Blick als solcher zu erkennen. Dazu zählen beispielsweise Möbel mit integrierter Beleuchtung, sprechendes Kinderspielzeug, blinkende LED-Schuhe oder E-Zigaretten.

Funktionierende Geräte sollten nach Möglichkeit weitergegeben oder wiederverwendet werden. Bei defekten Geräten kann sich zunächst eine Reparatur lohnen. Repair-Cafés und andere Reparaturinitiativen bieten dabei Unterstützung. Anlaufstellen finden Interessierte unter www.reparatur-initiativen.de.

Alte Elektrogeräte kostenlos zurückgeben
Viele ausgediente Elektrogeräte lassen sich kostenlos im Handel zurückgeben. Elektro- und Elektronikgeschäfte mit einer Verkaufsfläche von mindestens 400 Quadratmetern sowie Lebensmittelhändler mit einer Gesamtverkaufsfläche von mindestens 800 Quadratmetern, die Elektrogeräte anbieten, müssen Altgeräte zurücknehmen. Kleingeräte bis 25 Zentimeter können dort grundsätzlich auch ohne Neukauf abgegeben werden. Größere Altgeräte müssen Händler beim Kauf eines entsprechenden Neugeräts zurücknehmen. Auch Online-Händler müssen Möglichkeiten zur Rücksendung oder Abholung anbieten. Wer E-Zigaretten verkauft, muss ausgediente Geräte ebenfalls zurücknehmen.

Im Landkreis Südliche Weinstraße können Bürgerinnen und Bürger Elektroaltgeräte außerdem in den WertstoffWirtschaftszentren Nord bei Edesheim und Süd bei Billigheim-Ingenheim abgeben. Auch die Sperrmüllsammlung nimmt entsprechende Geräte mit.

Vor der Abgabe von Handys, Computern oder Festplatten sollten Nutzerinnen und Nutzer persönliche Daten löschen.

Weitere Informationen zu den Aktionswochen, zur richtigen Rückgabe von Elektroaltgeräten und zu Rückgabestellen gibt es unter www.e-schrott-entsorgen.org.

Auf dem richtigen Weg.