Schulneubau der Caritas-Förderschule in Herxheim: Baubeginn für Februar 2028 geplant


Der Neubau entsteht an der Augustastraße in Herxheim, im Bereich der Speyerer Straße. Er soll den bisherigen Schulstandort in der Bussereaustraße ersetzen. Ein bereits bestehendes Schulgebäude in der Augustastraße 27 wird weiterhin genutzt und in das Gesamtkonzept eingebunden. Die Förderschule mit dem Schwerpunkt ganzheitliche Entwicklung gehört zum Caritas-Förderzentrum St. Laurentius und Paulus. Schulträger ist die Caritas Betriebsträgergesellschaft mbH Speyer.

Entwässerungsfragen geklärt – Planungen wieder aufgenommen
Die Planungen für den Schulneubau reichen bis ins Jahr 2017 zurück. Nachdem im September 2023 der Bauantrag eingereicht worden war, verzögerte sich das Vorhaben insbesondere aufgrund noch offener Fragen zur Entwässerung des Grundstücks. Nach umfangreichen Abstimmungen und zusätzlichen Untersuchungen konnte schließlich eine genehmigungsfähige Lösung gefunden werden. Im Oktober 2025 stimmten die Verbandsgemeindewerke Herxheim dem Entwässerungskonzept zu, im März 2026 folgte die wasserrechtliche Genehmigung durch die Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd. Am 16. April erteilte die Kreisverwaltung Südliche Weinstraße die Baugenehmigung.

Im Mai kamen die am Projekt beteiligten Planer zu einer Auftaktbesprechung zusammen. Anfang September wurde die koordinierte Planung unter Beteiligung der zuständigen Fachleute wieder aufgenommen. Im November sollen nun der Bauausschuss seine Arbeit wieder aufnehmen und die Kostenberechnung fortgeschrieben werden.

Parallel dazu stehen weitere Planungsschritte an. Bis zum zweiten Quartal 2027 sind unter anderem die Ausführungsplanung sowie ein Wettbewerb für Kunst am Bau vorgesehen, für den ein Budget von 250.000 Euro eingeplant ist. Im September 2027 sollen die Ausschreibungen für die Bauleistungen beginnen. Erste Vergaben, etwa für den Tiefbau und die Gründung, sind für das vierte Quartal 2027 vorgesehen. Der eigentliche Baubeginn ist für Februar 2028 geplant.

Platz für 160 Schülerinnen und Schüler
Mit dem Neubau sollen die räumlichen Voraussetzungen für die Förderung und Betreuung der Schülerinnen und Schüler deutlich verbessert werden. Die Schule wird künftig Platz für 168 Kinder und Jugendliche bieten. Auf rund 5500 Quadratmetern sollen unter Einbeziehung des bestehenden Schulgebäudes unter anderem 21 Klassenräume sowie Therapie- und Behandlungsräume, Werkräume, Lehrküchen, Räume für textiles Gestalten, Snoezelen-Räume, ein Gymnastikraum und ein Bewegungsbad zur Verfügung stehen.

Die Baukosten wurden zuletzt im September 2025 auf 38,95 Millionen Euro beziffert. Das Land Rheinland-Pfalz fördert das Vorhaben mit 10,5 Millionen Euro. Die weiteren Kosten tragen anteilig die beteiligten Kommunen, aus deren Gebieten die Schülerinnen und Schüler kommen.

Der Kreistag nahm den Bericht zum aktuellen Sachstand zur Kenntnis.

Auf dem richtigen Weg.