Die Landkreise Südliche Weinstraße, Germersheim und Südwestpfalz sowie die Stadt Landau unterhalten seit geraumer Zeit ein App-basiertes Ersthelfersystem. Seit Dezember 2024 nutzen sie alle dasselbe: Katretter. Bislang konnten die Erstretterinnen und -retter nur innerhalb ihres jeweiligen Landkreises oder ihrer Stadt zu Notfällen alarmiert werden. Das ändert sich nun: Ab sofort kann etwa eine Erstretterin aus der Südlichen Weinstraße, die im Kreis Südwestpfalz unterwegs ist, auch dort zu Einsätzen alarmiert werden und umgekehrt.
Zudem schließen sich demnächst die kreisfreien Städte Pirmasens und Zweibrücken dem Katretter-System an. Damit nutzen dann bald alle Kreise und kreisfreien Städte im Rettungsdienstbereich Südpfalz – dieser umfasst die Landkreise Südwestpfalz, Südliche Weinstraße und Germersheim sowie die Städte Zweibrücken, Pirmasens und Landau – dieses System. Die registrierten Laienhelferinnen und -helfer können somit künftig zu Notfällen überall im Rettungsdienstbereich Südpfalz gerufen werden, wenn sie sich gerade dort aufhalten.
Auch Teile der Rhein-Necker-Region abgedeckt
Zum 1. Januar erfolgt zudem der Zusammenschluss mit Teilen der Rhein-Neckar-Metropolregion: Erstretterinnen und -retter aus dem Rettungsdienstbereich Südpfalz werden, wenn sie in Ludwigshafen, Frankenthal, Speyer, Neustadt, Mannheim, Heidelberg oder den Landkreisen Bergstraße, Bad Dürkheim, im Rhein-Pfalz-Kreis oder Rhein-Neckar-Kreis unterwegs sind, ebenfalls zu Notfällen in ihrer Umgebung gerufen und umgekehrt.
„Dadurch stehen weit mehr ausgebildete Erstretterinnen und -retter zur Verfügung als bisher. Gerade in Notfällen, bei denen jede Minute zählt, kann das für die Bürgerinnen und Bürger vor allem auch in ländlicheren Gebieten entscheidend sein“, erläutern Landrat Dietmar Seefeldt und Oberbürgermeister Dominik Geißler. Gemeinsam mit Vertretern der weiteren beteiligten Kreise und Städte gaben sie kürzlich in Pirmasens den Startschuss für den Zusammenschluss.
Unverändert bleibt es jeder Erstretterin und jedem Erstretter selbst überlassen, ob sie oder er einen Einsatz wahrnimmt oder nicht, weil sie oder er verhindert ist. In der Regel werden mehrere Helfende gleichzeitig alarmiert.
Mit den derzeit insgesamt knapp 700 Ersthelferinnen und -helfern im Landkreis SÜW und der kreisfreien Stadt Landau gilt „Erstretter“ als Erfolgsmodell. Sie sind mittlerweile in allen Orts- und Verbandsgemeinden des Landkreises sowie in Landaus Ortsteilen aktiv. Seit dem Start der „Erstretter“ im Dezember 2024, als Nachfolge der „Mobilen Retter“, wurden im Landkreis Südliche Weinstraße und der Stadt Landau rund 500 Einsätze absolviert.
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Weitere Informationen zum Thema „Erstretter“ und die nächsten Schulungstermine gibt es online unter www.erstretter-suedpfalz.de.
