„Kunst hat die Aufgabe wachzuhalten“ – Studierende zeigen Malerei im Kreishaus in Landau – Vom 5. bis 16. Januar zu sehen


Die Schau stieß bereits auf große Resonanz. Bereits bei der Ausstellungseröffnung im Dezember konnte Landrat Dietmar Seefeldt rund 80 Gäste begrüßen. Viele weitere haben am Jahresende die Chance genutzt, die junge Malerei zu sehen. „Kunst hat die Aufgabe wachzuhalten, was für uns Menschen so von Bedeutung und notwendig ist“, zitierte der Landrat bei der Vernissage Michelangelo. Er dankte den jungen Leuten, dass sie sich mit ihrer Kunst dieser wichtigen Aufgabe widmen.

Professorin Tina Stolt, die in die Schau einführte, erläuterte, dass es eine kuratorische Entscheidung gewesen sei, dieses Jahr vor allem größere Leinwände zu zeigen, die von einer Auswahl von Studierenden geschaffen wurden. Oft sei schon gesagt worden, die Malerei sei tot, so die Professorin. „Dem ist nicht so. Viele Stilrichtungen und Auffassungen der Malerei können nebeneinander existieren – ein Pluralismus der Stile ist unaufgeregt eingetreten. Malerei gehört bei uns daher nach wie vor zur Ausbildung.“ Die Malerei sei auch als Suche nach dem Eigenen zu verstehen. „Wir Lehrende fördern und begleiten bei dieser Reise, für die sich die Studierenden entgegen aller Schnelllebigkeit Zeit lassen müssen. Denn Langsamkeit schult die Wahrnehmung.“

Das zeigt die Schau

Lea Krauß lädt dazu ein, in ihre großformatigen Landschaftsbilder einzutauchen – von tiefen Wäldern bis hin zum dunkelblauen Ozean in Unterwasserbildern. In den vielfältigen Arbeiten von Alexander Koch verschmelzen Erfindung, Familiengeschichte und persönliche Erlebnisse zu einem ästhetischen Ganzen. Er erprobt immer neue Darstellungsweisen und bringt Abstraktion und Gegenständlichkeit in seinen Werken zusammen. Jakob Okunik zitiert Motive aus der Kunstgeschichte und Antike in seinen starken Malereien. Er experimentiert mit der äußeren Form von Malerei, die bei ihm teilweise tatsächlich aus dem Bild heraustritt. Ganz ungegenständlich zeigen sich die wabernden, schwingenden Werke von Michael Jan Lars Kastor, deren organisch anmutende Formen scheinbar über die Leinwand fließen. Assoziationen von Pflanzen, Muskeln oder Figuren, die ineinanderfließen und miteinander verschmelzen, drängen sich bei der Betrachtung auf. Max Rupp lässt klassische Stillleben und Akte mit kräftigen Farben und klaren, einfarbigen Hintergründen aufeinanderprallen. Bei seinen Werken geht es vor allem um die Gegenüberstellung von einem ausdrucksstarken Pinselstrich. Aileen Wiese erweckt Erinnerungen durch Reduktion der Formen und geheimnisvolle Farbigkeit zum Leben. Ausgehend von Erlebnissen ihrer Kindheit schafft sie ganz eigene Bildwelten, mit welchen sich viele Menschen identifizieren können.

Die Schau ist von 5. bis 16. Januar 2026 montags bis freitags von 9 bis 12 Uhr sowie montags, dienstags und donnerstags von 14 bis 16 Uhr geöffnet. Gäste der Ausstellung melden sich bitte zu den genannten Zeiten am Empfang der Kreisverwaltung.

Adresse: Kreishaus der Südlichen Weinstraße, An der Kreuzmühle 2, 76829 Landau.

Plakat zur Ausstellung Studierender des Instituts für Kunstwissenschaft und Bildende Kunst an der RPTU in Landau. Die Ausstellung läuft von 9. bis 23. Dezember 2025 und vom 5. bis 16 Januar 2026 als Teil der Reihe "Kunst im Kreishaus Südliche Weinstraße".
Plakat zur Ausstellung " Studierende des Instituts für Kunstwissenschaft und Bildende Kunst an der heinland-Pfälzischen Technischen Universität (RPTU) in Landau" von Brigitte Sommer. Grafik: KV SÜW



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