Die Hornbachstraße bei Bornheim ist sozusagen dreigeteilt: Von Landau kommend bis etwa 200 Meter östlich der Alten Bahnhofstraße nach Landau-Dammheim handelt es sich um die städtische K14. Diese mündet in die K43, die wiederum ab der Einmündung Bornheimer Hauptstraße in die K42 übergeht – beide liegen auf Kreisgebiet. Da die Straße insgesamt in einem schlechten Zustand ist, planen der Kreis Südliche Weinstraße und die Stadt Landau, die Strecke in einer Gemeinschaftsmaßnahme im Bestand auszubauen. Für die Erstellung der Planung sowie der Zuschussanträge haben Stadt und Kreis gemeinsam ein Planungsbüro beauftragt.
Im ersten Bauabschnitt werden 2,1 Kilometer der Strecke ausgebaut – 1,2 Kilometer auf städtischem und 900 Meter auf Kreisgebiet, bis etwa zur Höhe Freizeitcenter Bornheim. Die Kosten für diesen Abschnitt liegen auf Kreisseite voraussichtlich bei rund 520.000 Euro, die entsprechend im Haushalt 2026 veranschlagt worden sind. Der Landkreis rechnet mit einer Förderung des Landes Rheinland-Pfalz in Höhe von 312.000 Euro, was 60 Prozent der Gesamtsumme auf Kreisseite entspricht. Der Kreisausschuss hat einhellig zugestimmt, dass der Landesbetrieb Mobilität (LBM) Speyer ein Vergabeverfahren für den Landkreis einleitet und die Kreisverwaltung im Anschluss den Auftrag an den wirtschaftlichsten Anbieter vergibt.
Pumpstation wird erneuert
An der K6 auf Edenkobener Gemarkung muss die aus dem Jahr 1986 stammende Pumpsteuerung einer hydraulischen Anlage am Trog Edenkoben erneuert werden. Die Steuerung dient dazu, bei Regenereignissen das Wasser, das sich im Trog sammelt, abzupumpen. Sie ist jedoch in den vergangenen Jahren mehrfach ausgefallen, wodurch der Trog bei starken Regenereignissen immer wieder auch manuell eingeschaltet werden musste. Mittlerweile ist die Pumpstation stark sanierungsbedürftig und muss erneuert werden.
Die Kosten dafür werden vom LBM auf rund 600.000 Euro geschätzt, die im Haushalt 2026 berücksichtigt sind. Der Kreis wird dazu eine Förderung beim Land Rheinland-Pfalz beantragen. Möglich ist ein Zuschuss von bis zu 360.000 Euro, was 60 Prozent der Gesamtsumme entspricht. Der Kreisausschuss hat einstimmig beschlossen, dass der LBM ein Vergabeverfahren einleiten soll. Die Arbeiten sollen noch in diesem Jahr beginnen.
Beide Maßnahmen – der Ausbau der K42/K43 sowie die neue Pumpstation am Edenkobener Trog – sind im Kreisstraßenprogramm für 2026 gelistet.
Hintergrund: Die K6
Die Kreisstraße 6 (K6) ist in vielerlei Hinsicht ein Spitzenreiter im Landkreis Südliche Weinstraße: Sie ist mit insgesamt 24,6 Kilometern die längste Straße, für die der Kreis SÜW verantwortlich ist. Sie führt vom Gäu im äußersten Osten des Landkreises, wo sie auch als Autobahnzubringer dient und vielbefahren ist, bis hinauf in den Pfälzerwald, tief im Westen von SÜW. Dort ist die K6 eine Waldstraße. Insbesondere in der Höhenlage gibt es häufig Schäden, die nicht einfach instand zu setzen sind. Wind und Wetter, Schnee und Regen, felsiger Untergrund, Sandstein, der direkt an der Straße ansteht, Grundwasser, das sich seinen Weg sucht – das alles spielt bei der K 6 eine besondere Rolle. So kann sie auch als teuerste Kreisstraße in SÜW bezeichnet werden. „Gerade wegen dieser besonderen Umstände bleibt der Kreis auch bei der K6 dran und investiert regelmäßig, um sie instand und verkehrssicher zu halten“, so Landrat Dietmar Seefeldt.
