Ab sofort für Rettungskräfte da: Einsatznachsorgeteam im Landkreis Südliche Weinstraße geht an den Start


Die Mitglieder des Einsatznachsorgeteams sind zum großen Teil selbst in der sogenannten Blaulichtfamilie aktiv, zum Beispiel in den Feuerwehren und Hilfsorganisationen des Landkreises, oder haben eine entsprechend geeignete Berufsausbildung. Eine Kontaktaufnahme kann jederzeit über die Integrierte Leitstelle in Landau erfolgen. 

Landrat Dietmar Seefeldt und der für den Brand- und Katastrophenschutz zuständige Kreisbeigeordnete Uwe Huth sind überzeugt: „Die Gesundheit unserer Einsatzkräfte im Landkreis ist ein hohes Gut, das es zu schützen gilt. Mit dem Einsatznachsorgeteam haben wir insbesondere vor dem Hintergrund belastender Einsätze einen wichtigen Baustein für ihre psychische Gesundheit geschaffen.“

Brand- und Katastrophenschutzinspekteur Jens Thiele, der selbst an der Ausbildung teilgenommen hat, erläutert: „Einsatznachsorge bedeutet, Einsatzkräfte nach schwierigen Ereignissen nicht allein zu lassen. Sie schafft Raum für Austausch, Einordnung und Stabilisierung über alle Führungsebenen hinweg – und trägt damit wesentlich zur langfristigen Einsatzfähigkeit und Gesundheit der Einsatzkräfte bei.“ Das Einsatznachsorgeteam ist eine Ergänzung zu bestehenden Angeboten der psychosozialen Notfallversorgung. Bei Bedarf bietet es auch Präventionsschulungen an, um die Resilienz, also die psychischen Abwehrkräfte der Einsatzkräfte zu stärken.

Durchgeführt wurde die Ausbildung von international in Krisenmanagement und Psychotraumatologie erfahrenen Expertinnen und Experten der Firma 100achtzig° aus Düren. 

Auf dem richtigen Weg.