Aktionswochen „Jeder Stecker zählt!“ – Eigenbetrieb WertstoffWirtschaft setzt Zeichen zum Global Recycling Day


Schwarzes Symbol einer durchgestrichenen Mülltonne auf weißem Hintergrund. Das Zeichen weist darauf hin, dass Elektrogeräte nicht über den Hausmüll entsorgt werden dürfen.
Die durchgestrichene Mülltonne zeigt an, dass ein Gegenstand nicht in den Restmüll gehört. Grafik: Stiftung ear

Wertvolle Rohstoffe erhalten – Umwelt schützen 

Elektroaltgeräte enthalten zahlreiche wertvolle Materialien wie Kupfer, Aluminium, Eisen, Gold, Neodym sowie Kunststoffe und Glas. Werden sie nicht fachgerecht recycelt, gehen diese Ressourcen verloren, und der Stoffkreislauf wird unterbrochen. Moderne Recyclingverfahren ermöglichen es heute, viele dieser Stoffe in aufwendigen Prozessen zurückzugewinnen und erneut für die Produktion neuer Geräte zu nutzen. Wie ein solcher Prozess aussieht, etwa beim Recycling eines Kühlschranks, zeigt dieses Video anschaulich: https://www.youtube.com/watch?v=lfmMSyx0F2U&t=5s. Gleichzeitig stecken in vielen Elektrogeräten gesundheitsgefährdende und umweltschädliche Substanzen wie Quecksilber oder FCKW-haltige Kältemittel. Sie dürfen keinesfalls unkontrolliert in die Umwelt gelangen. Eine sachgerechte Entsorgung ist daher unerlässlich, um Mensch und Natur zu schützen. 

Was zählt als Elektroaltgerät? 

Alles, was Strom benötigt – ob über Stecker, Akku, Batterie oder Solarzelle – und nicht mehr funktionsfähig ist, gilt als Elektroaltgerät und gehört nicht in den Hausmüll. Hinweise geben oft die Geräte selbst: Das Symbol der durchgestrichenen Mülltonne zeigt an, dass das Produkt getrennt entsorgt werden muss. Neben offensichtlichen Geräten gibt es zahlreiche Alltagsgegenstände, die auf den ersten Blick nicht als Elektroschrott erkennbar sind, etwa: Möbel mit integrierter Beleuchtung, sprechendes Kinderspielzeug, blinkende LED-Schuhe oder E-Zigaretten.

Rückgabe – einfach und kostenlos 

Die Rücknahme alter Elektrogeräte ist gesetzlich geregelt: Elektrofachmärkte und Baumärkte ab 400 Quadratmetern sowie große Lebensmittelhändler mit Elektroangebot müssen Altgeräte kostenfrei annehmen. Für Kleingeräte bis 25 Zentimeter gilt dies jederzeit, größere Geräte können beim Neukauf abgegeben werden. Auch Online-Händler bieten Rücksende- oder Abholmöglichkeiten. Ergänzend stehen im Landkreis SÜW die WertstoffWirtschaftszentren (bei Edesheim und bei Billigheim-Ingenheim) und die Sperrmüllsammlung zur Verfügung. Wichtig: Persönliche Daten auf Handys oder Festplatten sollten vor der Abgabe gelöscht werden. Nicht jedes defekte Gerät muss zudem sofort entsorgt werden – Repair-Cafés oder Reparaturinitiativen helfen bei einer möglichen Wiederinstandsetzung. Passende Anlaufstellen sind unter www.reparatur-initiativen.de zu finden.

Die Aktionswochen 

Kommunen, Unternehmen und Entsorgungsbetriebe – unterstützt vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) sowie vom Umweltbundesamt (UBA) – setzen ein gemeinsames Zeichen für richtige Entsorgung und Ressourcenschutz. Weitere Informationen zu den Aktionswochen finden sich unter: https://e-schrott-entsorgen.org. Während des Aktionsraums vom 3. bis 22. März gibt es zudem an den WertstoffWirtschaftszentren Infomaterial über die korrekte Entsorgung von Elektroaltgeräten für Groß und Klein.

Öffnungszeiten der WertstoffWirtschaftszentren (Annahmeschluss jeweils eine halbe Stunde früher): WWZ Nord bei Edesheim: montags bis freitags von 7 bis 17 Uhr und am ersten und dritten Samstag des Monats von 8 bis 12 Uhr. WWZ Süd bei Ingenheim: montags bis freitags von 8 bis 16 Uhr und am zweiten und vierten Samstag des Monats von 8 bis 12 Uhr. Mehr unter www.suedliche-weinstrasse.de/wwz

Auf dem richtigen Weg.