NVS NaturStiftung Südpfalz erhält Zuwendung in Höhe von 12.000 Euro vom Landkreis Südliche Weinstraße für zwei Projekte


„Die Arbeit der NVS NaturStiftung Südpfalz ist für unseren Landkreis von zentraler Bedeutung. Sie schützt wertvolle Lebensräume, sichert die biologische Vielfalt und hilft mit, dass kommende Generationen die natürliche Schönheit unserer Heimat, der Südlichen Weinstraße, erleben können. Mit ihren Projekten stärkt die Stiftung das ökologische Gleichgewicht und fördern nachhaltig den Erhalt der Landschaft. Das wirkt sich nicht nur positiv auf unsere Natur aus, sondern auch auf die Lebensqualität und den Tourismus, weshalb wir die Projekte gerne finanziell unterstützen“, betont Landrat Dietmar Seefeldt. Die Zuwendung sei bereits im Haushalt 2025 berücksichtigt worden, die offizielle Übergabe fand im Februar 2026 statt. 

Zu den Projekten

Der Weinbau befindet sich aktuell in einem starken Wandel. Deshalb möchte die NVS NaturStiftung ein Konzept für das Modellprojekt „Biotopverbund Weinbergsbrachen“ erarbeiten, mit dessen Hilfe der ökologische Zustand von Weinbergen im Fall von möglichen Flächenreduzierungen oder -aufgaben durch die Weinbaubetriebe strukturell verbessert werden soll. So soll etwa verhindert werden, dass freigewordene Flächen verbuschen. Stattdessen soll mit dem angedachten Biotopverbund die Biodiversität gefördert werden, unter Berücksichtigung von Naturschutz, landwirtschaftlicher Nutzung und Tourismus. Unter anderem sollen Wanderkorridore durch die Weinberge unter freiwilliger Beteiligung von Eigentümern und Bewirtschaftern angelegt werden, heißt es unter anderem im Antrag der NaturStiftung Südpfalz.

Mit dem Projekt „Villa-Wiesen“ will die NVS in der Modenbachniederung von Großfischlingen bis zur Gemarkungsgrenze zu Freimersheim Offenlandflächen fördern. Diese sind ökologisch wertvoll, da sie vielfältige Lebensräume für Tiere und Pflanzen bieten, die Bodengesundheit fördern und für Biodiversität sorgen. Die „Villa-Wiesen“ zählen zu den ehemals artenreichsten Pfeifengras-Stromtalwiesen der Südpfalz mit überregional bedeutsamen Vorkommen von Prachtnelke (Dianthus superbus), Nordischem Labkraut (Galium boreale) und weiteren gefährdeten Arten, wie die NVS NaturStiftung mitteilt. Weil die Flächen in den vergangenen Jahrzehnten vernachlässigt wurden, gehen laut der Stiftung jährlich weitere 10.000 Quadratmeter Mähwiesen verloren. Die Stiftung möchte die Flächen als Offenland sichern beziehungsweise durch gezielte Maßnahmen wiederherstellen. Damit werde ein aktiver Beitrag zum Erhalt geschützter Arten und Lebensräume im Sinne des Bundesnaturschutzgesetzes geleistet, so die Stiftung.

Zunächst wird die NVS in Abstimmung mit der bei der Kreisverwaltung angesiedelten Unteren Naturschutzbehörde bis Mitte des Jahres zwei detaillierte Projektkonzeptionen erarbeiten. Mit diesen wird die Kreisverwaltung dann Förderanträge bei der Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz, bei der Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd über die „Aktion Grün“ oder beim Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz über die „Förderrichtlinie natürlicher Klimaschutz in Kommunen“ stellen. 

Auf dem richtigen Weg.