Was haben Meerschweinchen mit dem Meer zu tun? Das und mehr ab sofort in der Lauschtour-App im Wild- und Wanderpark zu hören – Audioguide in drei Sprachen kostenfrei verfügbar


Wildpark-Geschäftsführer Daniel Kraus hat die „Lauschtour“, die ab sofort auch auf Französisch und Englisch verfügbar ist, kürzlich offiziell vorgestellt. Natürlich direkt im Park, wo die App, nach Download und kurzer Installation auf dem eigenen Handy, per GPS gesteuert genau an den richtigen Plätzen auslöst und kurze Infotexte zu den Tieren in der eigenen Nähe vorliest. 

Eine App, viele Vorteile

Kraus sieht in der modernen, mehrsprachigen App großen Mehrwert für die Gäste: „Viele haben beim Parkbesuch das Handy ohnehin zum Fotografieren in der Hand. Jetzt können sie über die Handylautsprecher an 13 Stationen nebenbei noch Interessantes erfahren, das nicht unbedingt offensichtlich ist. Warum Meerschweinchen Meerschweinchen heißen, zum Beispiel, oder was es mit den Malbäumen bei den Wildschweinen auf sich hat.“ Ein Anklicken der Stationen sei nicht notwendig, die App starte von selbst an der richtigen Stelle im Park. Weitere Vorteile sieht der Wildpark-Chef: „Die Hörstücke sind kurzweilig, die App mit 30 MB relativ klein und damit problemlos herunterzuladen.“ Sie könne auch schon zuhause aus den gängigen App-Stores aufs eigene Endgerät geladen werden, um den Besuch im Wild- und Wanderpark vorzubereiten. Und wer sich trotz auf Deutsch und Französisch ausgeschilderten Wegen mal verirren sollte, kann sich über die Lagekarte in der App auch schnell wieder orientieren.  

Viel passiert im Park

Landrat Dietmar Seefeldt ordnete die Lauschtour als eine von mehreren neuen Entwicklungen im Wild- und Wanderpark ein: „In den vergangenen Jahren hat sich einiges zum Positiven im Wild- und Wanderpark verändert: Der Landkreis hat den Park entprivatisiert, also zurückgekauft, ebenso die Gaststätte. Das engagierte Team hat einen barrierefreien Umbau im unteren Bereich des Parks begleitet, was ihn noch attraktiver für Familien und Senioren macht.“ Seefeldt erinnerte auch ans Jubiläum zum 50-jährigen Bestehen, das der naturnahe Park in Trägerschaft des Kreises 2023 gefeiert hatte. 

Hans-Ulrich Ihlenfeld, Vorsitzender des Bezirkstags Pfalz, hat sich bei der offiziellen Inbetriebnahme der App ebenfalls persönlich ein Bild vor Ort gemacht. Er betonte: „Der Park ist im Biosphärenreservat Pfälzerwald ein vergleichsweise großer Player, der Zehntausende Gäste anzieht.“ Diese Gäste seien sehr willkommen, denn „Biosphärenreservat bedeutet nicht, dass die Natur nur sich selbst überlassen wird, sondern dass die Interessen von Mensch und Natur im Einklang sein sollen“.  Die Lauschtour-App sei ein weiterer Baustein in Richtung Barrierefreiheit des Parks, weshalb der Bezirksverband sie gern unterstützt habe. Er ergänzte: „Die Lauschtour kann beispielgebend sein für weitere Freizeit- und Tourismusangebote unserer Region.“ 

Svend Larsen, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Südpfalz, erinnerte sich gern an eigene Touren als Kind im Wild- und Wanderpark. „Fast jeder aus der Region verbindet schöne Erlebnisse mit dem Wild- und Wanderpark“, so Larsen. „Heute komme ich mit meinen eigenen Kindern gerne hierher, es ist viel passiert.“ Die Sparkasse Südpfalz könne Dank der Treue der Südpfälzerinnen und Südpfälzer zu ihrer Sparkasse solche Projekte wie dieses fördern. „Damit engagieren wir uns für eine erfolgreiche Entwicklung der Region, für einen sozialen Zusammenhalt und für die Lebensqualität in unserer Südpfalz“, sagte der Vorstandsvorsitzende.

Weniger Barrieren

Uta Holz, Geschäftsführerin des Vereins Südliche Weinstrasse e.V., berichtete, dass der Wild- und Wanderpark SÜW seit einigen Jahren zertifiziert sei nach „Reisen für alle“ in der Stufe 1. „Das bedeutet, der Weg ist für Menschen mit Gehbehinderung machbar. Wir bemühen uns sehr um möglichst barrierefreie touristische Ziele, dies hat einen hohen Stellenwert im Tourismus an der Südlichen Weinstraße.“ Die Lauschtour-App sei dabei ein weiterer Baustein, da die App unter anderem auch Menschen mit Sehbehinderung erlaube, den Park zu erleben und generell für alle – Groß und Klein – einen Besuch noch attraktiver mache.

Frédéric Siebenhaar, Geschäftsführer des Eurodistrikts PAMINA, sieht auch in der Überwindung der Sprachbarriere einen Gewinn in Sachen Barrierefreiheit. Er freute sich, dass Französinnen und Franzosen nun im Wildpark Infos in ihrer Landessprache geboten werden: „Die Region ist nicht nur wirtschaftlich, sondern auch hinsichtlich Freizeitangeboten auf deutscher und französischer Seite eng vernetzt.“ 

Auch Christian Burkhart, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Annweiler am Trifels und Erster Vorsitzender des Fördervereins Wildpark Silz e.V., sowie Elke Mandery, Silzer Ortsbürgermeisterin und stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins, haben sich vor Ort beim gemeinsamen Termin persönlich von der neuen „Lauschtour“ durch den Park überzeugt.  

Weitere Infos: 

Gäste können sich von der Lauschtour-App entweder auf dem kürzeren Rundweg durch den naturnahen Park, der circa zwei Kilometer lang ist und etwa eine Stunde dauert, oder auf der „großen Runde“ inklusive Rotwildgehege (3,1 Kilometer, circa zwei Stunden) begleiten lassen. Seit Beginn des Monats März ist der Wild- und Wanderpark täglich ab 9 Uhr geöffnet. Ein besonderes Highlight ist die tägliche Wolfsfütterung um 11 Uhr. 

Auf dem richtigen Weg.