Prioritäten festgelegt: In welche Sportstätten im Landkreis Südliche Weinstraße in den kommenden Jahren Fördermittel fließen sollen


Landrat Dietmar Seefeldt nutzte die Gelegenheit im Sportstättenbeirat, auf die Bundesförderung für kommunale Sportstätten einzugehen, deren Verteilung am Vortrag bekannt geworden war: „In der Südpfalz gehen die Bundesmittel nach Wörth – was uns für die dortigen Sportlerinnen und Sportler freut. Annweiler und Bad Bergzabern, die sich beide auch für entsprechende Mittel beworben hatten, gehen jedoch leer aus. Auch wir als Landkreis haben uns – leider ohne Erfolg – um Mittel aus diesem Bundesprogramm bemüht, und zwar für die Sanierung unserer Dreifeld-Sporthalle in Annweiler und den Ersatzneubau der Dreifeld-Sporthalle in Herxheim. Das Programm war 27-fach überzeichnet, die Nachfrage nach Fördergeldern war also 27 Mal größer als das Angebot!“ Der Landrat plädierte vor diesem Hintergrund dafür, „lieber die meisten Förderprogramme abzuschaffen, und uns Kommunen ordentlich auszustatten“. Bund und Land sollten Kommunen die benötigten Finanzmittel zur Verfügung stellen, so Seefeldt, „damit wir unsere Aufgaben, auch mit Blick auf die Sportstätten, vor Ort erfüllen können“. Er wünsche sich hinsichtlich der Ressourcenverteilung mehr Vertrauen in die kommunale Ebene. 

Das sind die priorisierten Projekte

Priorität 1 im Landkreis SÜW hat der Bau einer Zwei-Feld-Traglufthalle des TC Offenbach, die im Februar 2022 beantragt worden war und im zweiten Quartal 2027 realisiert werden soll. 

Mit Priorität 2 folgt die Laufbahn im Station Bad Bergzabern, ein Projekt der dortigen Verbandsgemeinde, das möglichst kurzfristig umgesetzt werden soll und im September 2025 beantragt worden war. 

Die Sanierung und Weiterentwicklung des Trifelsstadions Annweiler wurde in diesem Jahr beantragt und steht auf Platz 3 der priorisierten Sportstätten im Landkreis SÜW. 

Neu auf Platz 4 steht die Renovierung der Tennishalle in Siebeldingen, eine Maßnahme, die 2025 beantragt worden war. Unter anderem sind Dach und Funktionsräume zu sanieren, bevor der IHC Landau 1999 e.V. die Halle nutzen kann. Dieser Verein ist zwar derzeit noch außerhalb des Kreisgebiets beheimatet, hat aber schriftlich zugesagt, seinen Namenszusatz in „Landau-Land“ zu ändern und den Vereinssitz ins Kreisgebiet SÜW zu verlegen. 

Mehrere weitere Projekte stehen in loser Folge und ohne Priorisierung ebenfalls auf der Liste. Dabei handelt es sich sozusagen um „Vormerkposten“, die in den kommenden Jahren in die tatsächliche Prioritätenliste aufgenommen werden könnten. Neu aufgenommen in diesen Reigen sind folgende Vorhaben: Erneuerung beziehungsweise Sanierung des Kunstrasenplatzes des SC Ramberg 1949 e.V. und Sanierung der Sport- und Mehrzweckhalle Gommersheim. 

Hintergrund: Über den „Goldenen Plan“ werden vorwiegend Neubauprojekte oder größere Sanierungsmaßnahmen mit Investitionssummen über 75.000 Euro vom Land gefördert. Die sieben Verbandsgemeinden im Landkreis waren dazu aufgefordert worden, neue beziehungsweise noch aktuelle Projekte aus ihrem Gebiet für die Prioritätenliste zu melden. Der Landkreis, genauer gesagt der Sportstättenbeirat des Landkreises, entscheidet, in welcher Reihenfolge das Land Rheinland-Pfalz die Zuschüsse vergeben sollte, was also auf der Prioritätenliste wo stehen soll. Antragstellend sind die Vereine beziehungsweise Orts- oder Verbandsgemeinden.

Auf dem richtigen Weg.