Was braucht es, damit Menschen im Alter im Dorf wohnen können? – Impulse beim Austauschformat „Wohnen mit Zukunft“ des Kreises


Ziel der vom Referat Demografie der Kreisverwaltung organisierten Veranstaltung war es, weiter für das Thema Wohnen in den Gemeinden zu sensibilisieren und Raum für gute Beispiele aus der Praxis zu geben. Viele der Gäste nutzten die Gelegenheit, Fragen zu stellen und mögliche Ansätze für ihre Gemeinden zu diskutieren.

„Wir wollen und müssen dem demografischen Wandel in unseren Kommunen adäquat begegnen, denn der Bedarf an altersgerechten Wohnformen wächst“, so Landrat Dietmar Seefeldt. Passender Wohnraum für Seniorinnen und Senioren könne in verschiedenen Orten verschieden ausgestaltet sein, denn die Lösungen müssten zu den Gegebenheiten passen und von den Menschen angenommen werden. Nichtsdestotrotz könnten diese Lösungen sich gegenseitig inspirieren. „Wohnen ist Grundvoraussetzung für Lebensqualität und Teilhabe, es gilt daher, gute Bedingungen für alle Generationen zu schaffen, auch bei begrenzten Ressourcen.“

BauWohnberatung Karlsruhe zeigt Beispiele

Architekt Alexander Grünenwald und Dr. Thomas Hauer von der Initiative „BauWohnberatung Karlsruhe“ (BWK) stellten „best practice“-Lösungen vor, darunter auch solche aus dem Gebiet des Landkreises Südliche Weinstraße und gaben in ihrem Vortrag Anregungen und Impulse. Grünenwald sagte: „Was man nicht kennt, kann man sich nicht wünschen“, und machte deutlich, dass es eine große Bandbreite an Wohn- und Kombinationsmöglichkeiten gibt, bei denen Menschen unterschiedlichen Alters gemeinschaftlich oder nachbarschaftlich miteinander leben und sich gegenseitig unterstützen können. „Solche Wohnformen, barrierefrei, alltagsnah und im Miteinander, gewinnen im demografischen Wandel zunehmend an Bedeutung“, so Grünenwald. Ein Beispiel ist das Neue Wohnen im „LudwigsPalast“ in der Weinstraße 40 in Edenkoben, das von der BWK bei der Entstehung unterstützt und begleitet wurde.


Der Aufgabenschwerpunkt der BauWohnberatung Karlsruhe ist die Begleitung eines Projektes von Menschen aller Lebensphasen. Sie arbeitet im Auftrag von Wohnbau-, Sozialträgern und Kommunen, ist aber auchfür private Bürgerinitiativen, Wohnprojektgruppen und Quartiersprojekte tätig. Vom Neubau von Wohnprojekten über Einrichtungen mit Hilfestellung zum Umbau oder Ausbau eines bereits vorhandenen Objektes entwickelt man gemeinsame Lösungsansätze. Von der gemeinsamen Projektentwicklung bis hin zur Durchführung einer Idee ist mit interessierten Kommunen oder Bürgerinnen und Bürgern vieles möglich. Die Präsentationsfolien der BWK zur Veranstaltung sind online verfügbar unter www.suedliche-weinstrasse.de/wohnenmitzukunft.

Das Programm WohnPunkt RLP
Auch die Landesberatungsstelle Neues Wohnen war vertreten, von Stephanie Mansmann. Sie berichtete, dass es in Rheinland-Pfalz mit „WohnPunkt RLP – Wohnen mit Teilhabe“ ein Landesprogramm gebe, das Gemeinden unterstützt, Wohn- und Unterstützungsangebote für ältere Menschen zu entwickeln. Die Landesberatungsstelle Neues Wohnen begleitet solche Projekte, auch über das KOBRA-Beratungszentrum. Einige Gemeinden im Landkreis SÜW sind aktuell oder waren in der Vergangenheit bereits WohnPunkt-Gemeinden und haben im Rahmen des Programms an neuen Wohn- und Unterstützungsangeboten gearbeitet, zum Beispiel Kirrweiler. Kommunen mit unter 10.000 Einwohnerinnen und Einwohner können sich bewerben, mehr online unter https://lsjv.rlp.de/themen/sozialraumentwicklung/landesberatungsstelle-neues-wohnen.


Auf dem richtigen Weg.